Zufriedene Gesichter

Eine 40-Jährige ist dankbar für Hilfe des Vereins "Leser helfen". Ein Vereinsmitglied wird für ihren länderübergreifenden Einsatz geehrt. Der Präsident des Marketing-Clubs Zwickau wird in seinem Amt bestätigt.

Die Band Bunte Hunde war am Samstagabend die erste, die sich mit drei Auftritten im Künstlergästebuch der Kirchberger Kulturinsel verewigen konnten. "Es ist richtig toll, hier zu spielen, besonders wegen der urigen Atmosphäre. Und: Wir leben in der Provinz, sind für die Provinz und finden Provinz einfach geil", sagte der 61-jährige Bandchef Jens Weise. Bei ihrem Auftritt auf der Kleinkunstbühne am Kirchberger Brühl blieben die Bunten Hunde ihrer Linie treu und spielten ausschließlich eigene Titel. "Das ist unsere spezielle Art zu musizieren. Uns macht es Spaß, und das Publikum bekommt keine Covertitel, sondern immer Lieder von den Originalen, also von uns, zu hören", so Weise. Die Bunten Hunde treten seit 2008 auf und fühlen sich keinem bestimmten musikalischen Stil verpflichtet. Ähnlich sieht es bei den Texten aus. Die stammen oftmals aus Erlebten. "Bei uns gibt es noch Botschaften, die nicht belehren oder anweisen, die Zuhörer aber zum Nachdenken anregen wollen", sagte der Bandchef. (awo)

Florian Freitag (32) ist in der Mitgliederversammlung des Marketing-Clubs Zwickau als Präsident bestätigt worden. Neu gewählt wurden Vorstand und Beirat. Neben Freitag wurden Klaus Blechschmidt als Geschäftsführender Vorstand sowie Anke Herzig als Schatzmeistern im Amt bestätigt. Beiratsmitglied bleibt Susann Kluge. Neu im Beirat ist Nico Künzel. Jennifer Böhm trat aus dem Vorstand zurück, bleibt dem Club jedoch als Beiratsmitglied treu, informiert der Verein. Die Versammlung wurde auch für einen Rückblick auf die Jahre 2018 und 2019 genutzt. Insgesamt wurden 20 Veranstaltungen durchgeführt. Der Marketing-Club Zwickau zählt aktuell 51 Mitglieder. Florian Freitag: "Der Marketing-Club Zwickau hat in den letzten zwei Jahren eine gute Entwicklung genommen. Mit neuen Veranstaltungsformaten wie der ,Fail-Night' und der Verleihung des ersten Zwickauer Marketingpreises konnten wir einige neue Akzente setzen. Darauf möchten wir aufbauen." In diesem Jahr seien nicht nur spannende und interessante Veranstaltungen geplant, sondern eine rundum erneuerte Internetpräsentation, sagte Freitag. (ja) Claudia Döhler (40) ist überglücklich. Mithilfe von Spendengeldern, die in der Aktion "Leser helfen" zusammengekommen sind, konnte sie jetzt einen Ford Tourneo Cutom kaufen. "Er war ein günstiges Angebot, das ich im Internet gefunden habe", berichtet die Zwickauerin. Allerdings stand das Fahrzeug in Mühldorf am Inn. "Ich bin Markus Möckel vom Autohaus Möckel in Rodewisch sehr dankbar, dass er für mich den Ford dort abgeholt hat", sagte Claudia Döhler, die das Auto dringend braucht, um den Alltag mit ihrem schwerstbehinderten Sohn Freddy bewältigen zu können. Ihr bisheriger Wagen hat bereits 16Jahre und mehr als 200.000 Kilometer auf dem Buckel. "Da kann er durchaus einmal liegen bleiben oder eine teure Reparatur anfallen", hatte sich die Mutter gesorgt. "Dabei brauche ich täglich ein Auto, um Freddy, der nicht laufen und nicht ohne fremde Hilfe sitzen kann, in die Schule sowie zur Physio- und zur Ergotherapie zu bringen." Eine Zschorlauer Firma hat jetzt alle Teile für den Umbau des Ford bestellt. "Ich gehe davon aus, dass diese in sechs bis acht Wochen geliefert werden", sagt Claudia Döhler und berichtet, dass Freddy große Augen gemacht hat, als er zum ersten Mal in dem neuen Auto gesessen hat. "Ich bin sehr dankbar, dass 'Freie Presse'-Leser mir mit ihren Spenden den Autokauf ermöglich haben. Mir ist dadurch eine große Sorge genommen worden", sagte sie. (vim)

Else Hennig und Olaf Hais verkörpern im Schauspiel "Wir sind auch nur ein Volk", das am Freitag seine bejubelte Premiere in Zwickau feierte, ein Ost-Berliner Ehepaar, das einem West-Berliner Autor als Studienobjekt für eine deutsch-deutsche Wiedervereinigungsserie dienen soll. "Wir kennen uns seit 20Jahren - noch aus Zittau - und verstehen uns wunderbar. Deswegen fiel es uns auch nicht schwer, diese Vertrautheit darzustellen", sagte die 1968 in Goslar geborene Else Hennig, die nach dem Abitur zuerst Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München studierte und anschließend an der Neuen Münchner Schauspielschule ihr Schauspielstudium absolvierte. 1998 kam sie ansGerhart-Hauptmann-Theater Zittau, wo sie ab 2001 unter der Intendanz von Roland May spielte. 2009 kam Else Hennig gemeinsam mit May ans Theater Plauen-Zwickau. Als die Rollen für die Komödie von Jurek Becker unter den Schauspielern aufgeteilt wurden, hieß es salopp gesagt: Ossis spielen Ossis und Wessis spielen Wessen. Und da sie nun seit 22 Jahren im Osten lebt und arbeitet, bekäme sie die Rolle der Trude, der Ehefrau von Benno Grimm. Während dem Dresdner Gastschauspieler Olaf Hais die Rolle des nach der Wende arbeitslos gewordenen Dispatchers wie auf dem Leib geschrieben war, verriet Else Hennig währen der Gespräche zum Premierenempfang, dass sie sich ihre Figur hat erarbeiten musste. Außerdem sagte sie, dass es sie umso mehr freute, als ihre (ostdeutsche) Freundin nach der Premiere in Plauen im Oktober vergangenen Jahres sagte: "Das ist für mich keine Komödie, das ist mein Leben." Was Else Hennig erst auf die Nachfrage erzählte, war, dass sie in der Woche vor der Zwickauer Premiere eine eitrige Angina hatte und alles dafür getan hatte, um die Premiere nicht ausfallen zu lassen. "Es schmerzte mir schon so sehr, dass wir die Vorstellung ,Bei der Feuerwehr wird der Kaffee kalt' absagen mussten. Bei uns in der Familie kursiert die Erkältung schon seit Dezember. Aber zum Glück hatte ich nur eine Vorstellung ausfallen lassen, denn für mich als Schauspielerin ist das das Schlimmste, was es gibt." Dafür wird sie am heutigen Dienstag als Löschmeister Wasserhose in diesem Kinderstück nach dem Buch von Hannes Hüttner durchpowern. Wer zur Premiere von "Wir sind auch nur ein Volk" krankheitsbedingt fehlte, war übrigens Hennigs Ehemann, der Generalintendant Roland May. "Er bat mich ihn zu entschuldigen, aber er liegt seit heute flach", sagte die Geschäftsführerin des Theaters, Sandra Kaiser, bei ihrer Begrüßung zum Premierenempfang. (lth)

Barbara Elfmann (Foto), Mitglied des Zwickauer Vereins "Partnerschaft zur Ukraine", ist zur Mitgliederversammlung mit der Europa-Ehrenurkunde des Forums "Internationale Partnerschaft Königswinter" ausgezeichnet worden. Außerdem hat sie eine Handarbeit als Präsent erhalten, die die Familie Mayartschuk gestiftet hat. Das sagte der Vereinsvorsitzende Karl-Ernst Müller. Auf der Ehrenurkunde steht: "Sie hat sich um die europäische Einigung und Völkerverständigung besonders verdient gemacht." Müller informierte die Mitglieder auch darüber, dass der Bürgermeister von Zwickaus ukrainischer Partnerstadt Volodymyr-Volynsky, an Oberbürgermeisterin Pia Findeiß einen Brief geschrieben hat. Darin stehe die Bitte, dass Karl-Ernst Müller als deutscher Initiator der Städtepartnerschaft auf Lebenszeit den Delegationen der Stadt Zwickau, die in die Ukraine reisen, angehören möge. Wie Müller weiter ausführte, wächst die Anzahl von Dauerspendern, die den Partnerschaftsverein unterstützen, kontinuierlich. So habe der Verein innerhalb von zehn Jahren (anfangs ohne Vereinsstatus) weit mehr als 30.000 Euro in die ukrainische Partnerregion gebracht. Das Geld sei überwiegend investiv eingesetzt worden. Außerdem habe man viele Tonnen materieller Hilfe in die Partnerstadt und Umgebung gebracht. Der Einsatz des Vereins sei dort auch weiterhin auf die Unterstützung Armer, aber auch der gesamten Gesellschaft gerichtet. (ja)


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