Zwei Verletzte nach Auseinandersetzung im Umfeld eines rechten Konzerts

Zwickau.

Bei einer handfesten Auseinandersetzung im Umfeld eines Konzerts der rechten Szene in kneipenähnlichen Privaträumen in der Zwickauer Nordvorstadt sind am späten Freitagabend zwei Personen verletzt worden. Nach Beendigung der Veranstaltung kam es an der Lokalität an der Kreuzung Leipziger Straße/Friedrich-Engels-Straße zwischen einem 45-jährigen Veranstaltungsbesucher und einem 30-jährigen Anwohner zu einer verbalen Auseinandersetzung und anschließend zur Körperverletzung. Nach Angaben der Polizei sei der 45-jährige Tatverdächtige dem politisch rechten und der 30-jährige Geschädigte dem politisch linken Spektrum zuzuordnen. Die Beteiligten wurden in Zwickauer Krankenhäusern ambulant versorgt. Wie ein Sprecher der Zwickauer Polizeidirektion auf Anfrage mitteilte, werde wegen des Verdachts der einfachen Körperverletzung ermittelt. 

Für Aufsehen sorgte das verhältnismäßig große Polizeiaufgebot, das sich aus Einsatzkräften der Zwickauer Polizeidirektion und der Bereitschaftspolizei zusammensetzte. Es waren etwa zwei Dutzend Beamte mit acht Mannschaftswagen sowie zwei Rettungswagen im Einsatz. Bereits im Vorfeld der Veranstaltung war ein Großaufgebot der Polizei am Nachmittag im Umfeld des mutmaßlichen Szenetreffs im Einsatz. "Der Veranstalter ist von unseren Kräften kontaktiert worden und die Örtlichkeit in Augenschein genommen worden", so der Polizeisprecher.
In sozialen Netzwerken war für Freitagabend ein konspiratives Rechtsrockkonzert in Zwickau angekündigt worden. Dies war auch der Polizeidirektion Zwickau bekannt geworden, woraufhin sie sich mit Verantwortlichen der Zwickauer Stadtverwaltung entsprechend auf den Einsatz vorbereiteten. Bei der Prüfung der Räumlichkeiten und rechtlichen Gegebenheiten konnten keine Verstöße festgestellt werden, die ein sofortiges Einschreiten erforderlich gemacht hätten.


Unmittelbar nach der tätlichen Auseinandersetzung habe es einen Notruf gegeben, so der Polizeisprecher. Zudem seien die Polizeibeamten, die sich ohnehin in der Nähe des Konzerts aufhielten, von Zeugen der Auseinandersetzung auf die Schlägerei aufmerksam gemacht worden. Die Polizei nahm die Identität von zehn Personen auf, darunter mögliche Beteiligte der Auseinandersetzung und Zeugen. Zudem ließ sich ein Beamter vor Ort offenkundig ein Handyvideo zeigen, das ein Konzertbesucher vom Geschehen aufgenommen hatte.

Nach Angaben des Polizeisprechers seien etwa 50 bis 75 Besucher vor Ort gewesen. Die Veranstaltung sei kurz nach 23 Uhr "zu Ende gegangen", so der Sprecher. (kru/fp)
 

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