Zwei weitere Pkw in Zwickau aufgebrochen: Polizei nimmt 40-Jährigen fest

Zwickau.

Es besteht die Chance, dass die Polizei den Täter geschnappt hat, der für eine Serie von Autoaufbrüchen im Zwickauer Norden verantwortlich ist. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft.

Am Sonntagmorgen hat die Polizei den 40-jährigen Deutschen festgenommen. Er trug eine Jacke, die aktenkundig war: Sie war bei einem der jüngsten Aufbrüche am Wochenende aus einem Mitsubishi gestohlen worden. Ein Zeugenhinweis brachte die Beamten auf die Spur. Als sie seine Wohnung durchsuchten, fanden sie mehr Diebesgut: Eine zweite Jacke und ein Autoradio.

Seit Ende Mai fahndet die Polizei nach dem oder den Tätern der Serie. Im Juni hatten die Beamten fast täglich neue Aufbrüche gemeldet, vor allem in der Nordvorstadt, Pölbitz und in der Bahnhofsvorstadt. Das Kuriose: Regelmäßig wurde aus den Fahrzeugen nichts gestohlen. Der Sachschaden liegt bei jeder eingeschlagenen Scheibe bei rund 300 Euro. Doch es kam auch zu größeren Diebstählen: Mal fehlte eine Sporttasche mit Ausrüstung im Wert von 800 Euro, mal teures Werkzeug.

Bereits im Frühjahr hatte eine Serie von Autoaufbrüchen die Polizei in Atem gehalten. Zum 1. März dieses Jahres wurde eine eigene Ermittlungsgruppe eingerichtet, der mehrere Beamte angehören. Und die Ermittler waren im Frühjahr schon erfolgreich: Ein Beschuldigter (42) wurde zwischenzeitlich zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Das Urteil gegen den Deutschen ist noch nicht rechtskräftig. Ein weiterer Beschuldigter (37), ebenso Deutscher, befindet sich aktuell noch in Untersuchungshaft. Allerdings war die Ruhe nach diesen Erfolgen trügerisch. Ende Mai ging es wieder los mit den eingeschlagenen Scheiben. Ob nun endlich Frieden einkehrt, kann die Polizei noch nicht beantworten. Sie teilt zum Tatverdächtigen mit: "Ob er für weitere Straftaten in Betracht kommt, ist unter anderem Gegenstand der Ermittlungen." (heha)

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