23-Jähriger mit Messer schwer verletzt

Ein junger Mann ist am Samstag bei einer Auseinandersetzung schwer verletzt worden. Drei Tatverdächtige stellten sich der Polizei.

Zwickau.

Wieder sorgt eine Messerstecherei für Schlagzeilen: Im Park am Zwickauer Schwanenbrunnen ist am Samstag gegen 20 Uhr ein junger Mann schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntagfrüh mitteilte, war dieser Tat eine körperliche Auseinandersetzung zwischen mehreren Menschen vorausgegangen. Aus dem Führungs- und Lagezentrum der Polizei war zu erfahren, dass sich zunächst ein 17-Jähriger, der an der Tat beteiligt war, der Polizei gestellt hatte. Später meldeten sich dort auch noch ein 14- und ein 15-Jähriger. Die drei wurden verhört, kamen jedoch anschließend nicht in Untersuchungshaft, sondern wurden freigelassen. Alle besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Tat und die Empörung darüber hat im Verlaufe des Sonntags weite Kreise gezogen - vor allem über das Internet. Denn dort meldeten sich zwei Menschen zu Wort, die sich als die Schwester und der Schwager des Opfers zu erkennen gaben. Während Letzterer vor allem anmerkte, dass es sich nach Aussage der bei der Tat anwesenden Freunde bei den mutmaßlichen Tätern um Menschen offensichtlich ausländischer Herkunft handelte, ging es der jungen Frau darum, die Umstände der Tat und deren Folgen näher zu erläutern.

Sie berichtet unter anderem von mehreren Messerstichen in den Bauch und einen in die Brust des Opfers. Weiter heißt es, dass ihr Bruder im Krankenhaus notoperiert wurde - bis 2 Uhr nachts. Laut Auskunft der Ärzte habe das Opfer großes Glück gehabt, dass das Messer nicht etwas weiter rechts in den Brustkorb eingedrungen sei und dass der junge Mann so schnell versorgt wurde. Andernfalls hätte er die Attacke kaum überlebt. Zur Vorgeschichte der Tat schreibt die Schwester, dass das spätere Opfer und seine Begleiter provoziert worden seien. Ihr Bruder habe nur versucht, eine Auseinandersetzung zu schlichten.

Eine zweite Quelle zu diesen Schilderungen war im Laufe des Sonntags nicht zu finden. Von der Polizei hieß es lediglich, dass die Kriminalpolizei die Ermittlungen aufgenommen hat. Sie sucht weitere Zeugen des Geschehens. In dem Park kam es schon zu Straftaten, 2005 wurden drei Männer nach einem Überfall auf zwei Ausländer verurteilt, 2005 wurde ein 36-Jähriger niedergestochen.

Bewertung des Artikels: Ø 3.4 Sterne bei 10 Bewertungen
4Kommentare
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  • 11
    3
    Pixelghost
    24.09.2018

    @Blackadder, die Freie Presse berichtet nur über das was dort bei Facebook zu lesen ist. Sie stützt sich nicht darauf - siehe letzter Absatz. Ich warte auf weitere etwas detailliertere Meldungen dazu.

  • 7
    12
    Hankman
    24.09.2018

    Wenn es nicht so ein tragischer Fall wäre, fände ich es wieder mal putzig: "Menschen offensichtlich ausländischer Herkunft". Ich frage mich immer, woran die Leute das erkennen (wollen). Ich habe in meinem Leben schon eine ganze Menge Menschen getroffen und bin da sehr vorsichtig. Ich bin auch sehr vorsichtig beim Gebrauch von Begriffen wie "Ausländischsein" oder "Deutschsein". Für manche ist der gerade eingewanderte junge Russlanddeutsche, der mit Deutschland bisher überhaupt nichts zu tun hatte und kaum deutsch spricht, deutscher als jener mit türkischer Abstammung, der ebenso wie seine Eltern hier geboren wurde, perfekt deutsch spricht und schreibt und hier ein ganz normales deutsches Leben führt. Es geht halt anscheinend nach "Blut" - und das erinnert mich an üble Rechtssätze aus der Kaiserzeit und dem Dritten Reich.

    Ich kann auch überhaupt nicht erkennen, was das im vorliegenden Fall für eine Bedeutung hat. Wenn die Tatverdächtigen deutsche Staatsbürger sind, sind sie keine Flüchtlinge, und die Staatsbürgerschaft haben sie nicht im Lotto gewonnen. Also ich finde es wie @Blackadder unpassend, so ein Detail einzustreuen, mit dem man wenig anfangen kann.

  • 8
    15
    Blackadder
    24.09.2018

    Nach Aussage der Polizei waren die Täter Deutsche. Von ausländischer Herkunft lese ich im offiziellen Polizeibericht nichts. Dass die Freie Presse sich hier auf angebliche Zeugenaussagen bei Facebook stützt, ist mehr als fragwürdig. Wie man sich auf sowas verlassen kann, hat ja die Zeugin in Köthen gezeigt, die erst bei der Polizei zugab, gelogen zu haben.

  • 13
    5
    CPärchen
    24.09.2018

    Deutsche Staatsbürgerschaft, aber ausländische Herkunft. Passt wieder mal ins Bild. *Augen-roll* Dabei bekommt man diese nach ein paar Jahren ohne Straftat.

    Die vielen Messerstiche finde ich für eine Bewährung auf jeden Fall zu heftig.



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