Zwickau damals und heute, Folge 35: Die Hauptstraße 55

Hätten Sie es erkannt? Bei der Straße im historischen Bild handelt es sich ursprünglich um die Korngasse, die 1876 nach dem deutschen Kaiser Wilhelm I. in Wilhelmstraße umbenannt wurde. Sie erhielt 1946 die heutige Bezeichnung Hauptstraße. Am rechten Bildrand sind noch die Straßenbahngleise zu sehen. Um 1870 gründete der Gastwirt August Vogel in der Korngasse 338 (links) ein kleines Restaurant. Um 1890 übernahm es Christian Wilhelm Ottiger, der die Gaststätte in der umbenannten Wilhelmstraße 55 zuerst "Vereinsbierhalle" und 1898 schließlich "Sächsische Schweiz" nannte. Am Gebäude verwies die Werbung auf einen bürgerlichen Mittagstisch und auf Unterhaltungsmusik, aber das Etablissement genoss - besonders in der DDR-Zeit - keinen besonders guten Ruf. Im benachabrten Haus (Wilhelmstraße 57) befand sich in den 1930er-Jahren das "Schuhhaus für Alle", während in der Nr. 59 sogar drei kleine Geschäfte untergebracht waren: die Fisch-, Wild- und Geflügelhandlung Klaus, die zoologische Handlung Hölzel und das Tabakwarengeschäft Schödl. In der DDR befand sich hier ein Geschäft für Briefmarkensammler und Raucher. Das Eckhaus vor dem Wilhelmplatz/Walther-Rathenauplatz (heute Schumannplatz, Nr. 61) wurde im Jahre 1870 erbaut. Hier befand sich das Restaurant "Weißes Rößl". Die Häuser 55, 57 und 59 wurden in den 1980er- Jahren abgebrochen und durch moderne ersetzt. Im Haus Nr. 55 befindet sich der Friseur City-Coiffeur Haustein und danach das Kunstgewerbegeschäft Liebig. (nope)

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