Zwickauer Martin-Hoop-Schacht bekommt neues Graffito

Zwickau.

Auf dem stillgelegten Stahlbeton-Riesen des Martin-Hoop-Schachtes in Zwickau bringen Künstler im September ein zweites Kunstwerk an. Den Sieger-Entwurf kreierte ein Duo aus der Region: das Künstler-Duo Doppeldenk aus Leipzig/Chemnitz alias Marcel Baer und Andreas Glauch. Das teilte Peter Thormeyer, Pressesprecher des ibug-Festivals für urbane Kunst, mit. 

Nachdem die Südwest-Fassade im Vorjahr durch ein großes Graffito des Leipziger Künstlers Christoph Steyer alias Flamat gestaltet wurde, hatten der Landkreis Zwickau und die Firma MSB Metall- und Stahlsystembau GmbH seit Mai erneut national und international nach Künstlern gesucht, die sich dem 50 Jahre alten Bauwerk widmen würden. Unterstützt wurden sie dabei von Thomas Dietze, dem organisatorischen Kopf des ibug-Festivals für urbane Kunst und Kultur. Sechs Künstler aus Deutschland, Österreich und Brasilien hatten Entwürfe für die 24 x 26 Meter große Fläche eingereicht. Der Entwurf von Doppeldenk sei klarer Jury-Favorit gewesen, heißt es weiter in der Mitteilung. Das Aufbringen des Kunstwerks auf der Nordost-Fassade soll Anfang September beginnen und innerhalb von vier Wochen fertiggestellt sein.

Die Steinkohle-Förderung am Schacht ist seit 35 Jahren Geschichte, doch der Ort bleibt ein Wahrzeichen der Region. Jahrzehntelang wurde im Steinkohlewerk Martin Hoop Kohle abgebaut, bis 1983 mit dem Schacht IVa der letzte Förderturm stillgelegt wurde. 2017 entstand im Rahmen des EU-Projektes InduCult2.0 die Idee, die Südwest-Fassade des Turms zu gestalten. 2018 wurde der Entwurf des Leipziger Künstlers Christoph Steyer an der Wand umgesetzt. (fp/mit heha)

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