Zwickauer Polizei testet Streifenwagen der Zukunft

Ordnungshüter in Westsachsen unterziehen Dienstautos aus dem Sonderfahrzeugbau von Volkswagen in St. Egidien einem Praxistest.

Zwickau.

Nicht nur die Fans des TV-Dauerbrenners "Alarm für Cobra 11" wissen: Die Anforderungen an ein Polizeifahrzeug sind hoch: Schnell und robust müssen sie sein, technisch modern ausgestattet und für alle denkbaren Szenarien des Polizeialltags ausgerüstet.

Im Innenhof der Polizeidirektion Zwickau konnte man am Donnerstag einen Blick auf die Einsatzfahrzeuge der Zukunft erhaschen. Bei der Unterzeichnung eines Kooperationsvertrages zwischen Landespolizei und Volkswagen wurden zwei VW Golf 8 Polizei-Sonderfahrzeuge an die Beamten übergeben, um sie im dienstlichen Alltag zu testen. Die zivilen Fahrzeuge sollen in den kommenden Wochen im Bereich der Kriminalpolizei zum Einsatz kommen. Verbaut sind digitaler Polizeifunk, Spezialtechnik und eine verdeckte Blaulichtanlage, die auch Einsatzfahrten mit Sondersignal ermöglichen. Von außen sehen sie aus wie ganz normale Golfs.

"Moderne und zuverlässige Einsatzfahrzeuge sind Basis unserer Reaktionsfähigkeit. Je besser die Ausstattung, umso effektiver lässt sich Polizeiarbeit gestalten", sagt der Zwickauer Polizeipräsident René Demmler. "Die Kooperation mit einem Fahrzeughersteller gibt uns die Möglichkeit, Nutzerforderungen zu kommunizieren und gefundene Lösungen auf eine robuste Praxistauglichkeit zu testen." Das habe Vorteile für beide Kooperationspartner: Es gewährleiste zum einen die erforderliche Kundenorientierung und zum anderen die geforderten Produkteigenschaften.

"Es ist uns sehr wichtig, dass diese Fahrzeuge einem Praxistest unterzogen werden, weil wir dabei viel an Erfahrungen sammeln", sagt Reinhard de Vries, Geschäftsführer Technik und Logistik bei Volkswagen Sachsen, der den Vertrag gemeinsam mit Sachsens Landespolizeipräsident Horst Kretzschmar und Lars Dittert, dem Leiter des VW-Sonderfahrzeugbaus in St. Egidien, unterzeichnete. "Ein guter Funkstreifenwagen ist mehr als nur ein Fortbewegungsmittel für unsere Polizeibeamten", betont Kretzschmar. "Sie müssen Verlässlichkeit, ein hohes Maß an Sicherheit sowie Komfort für die Besatzungen bieten, außerdem den deutlich gestiegenen Anforderungen gerecht werden, die sich im Arbeitsalltag an sie stellen." Vor allem der Platzbedarf für Material und Ausrüstung sei gestiegen.

Künftig sollen der Polizeidirektion weitere Sonderfahrzeuge durch VW Sachsen als Leihgabe zur Verfügung gestellt werden. Aus der Kooperation resultiert deshalb jedoch keine Verpflichtungen des Freistaates, Volkswagen-Fahrzeuge für die sächsische Polizei zu erwerben. Es erfolgt in jedem Fall ein gesetzlich vorgeschriebenes Verfahren nach der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge.

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