Zwickauer Polizei verhaftet mutmaßlichen Straftäter

Zwickau. Im Zusammenhang mit mehreren gewalttätigen Auseinandersetzungen durch Jugendliche im Zwickauer Stadtgebiet ist ein 19-jähriger Zwickauer verhaftet worden. Nach einer gemeinsamen Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft vom Mittwoch wurde der Deutsche Ali H. bereits am Montag in seiner Zwickauer Wohnung festgenommen.

H. ist demnach dringend verdächtig, mehrere schwere Straftaten aus einer Gruppe weiterer Mittäter heraus, gegen die ebenfalls deshalb ermittelt wird, begangen zu haben. Exemplarisch genannt sind eine versuchte schwere räuberische Erpressung am Planitzer Markt im Dezember 2017 sowie ein Vorfall mit gefährlicher Körperverletzung am Schumannplatz vor drei Wochen. Außerdem ist bereits in drei weiteren Fällen unter anderem wegen Nötigung, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, Bedrohung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte Anklage gegen den jungen Zwickauer erhoben worden. Wegen befürchteter Wiederholungsgefahr setzte der Haftrichter den Haftbefehl in Vollzug.

Die Polizei hat einen Medienbericht zurückgewiesen, wonach Ali H. Teil einer vorwiegend aus Nordafrikanern bestehenden Jugendgang gewesen sei. Zum einen handle es sich nicht um eine Bande, sondern um "eine nicht fest umrissene Gruppierung von Jugendlichen und Heranwachsenden, die einer starken Fluktuation unterliegt", sagt Polizeisprecher Oliver Wurdak. Die Jugendlichen seien bei Straftaten nie in Gänze, sondern stets in unterschiedlicher Zusammensetzung in Erscheinung getreten. Zum anderen handelt es sich dabei laut Wurdak nicht um Nordafrikaner, sondern vorrangig um deutsche Staatsbürger, "vereinzelt aber auch aus Asien stammend." Ali H. selbst sei Deutscher und in Deutschland geboren. Ein Elternteil stamme aus Nordafrika. (ael)

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