1. Bauabschnitt der Taurasteinstraße.Foto: Ariane Bühner-Stroh, Tilo Steiner
Bau der Taurasteinstraße beschlossen
Erster Bauabschnitt zwischen Taura und Burgstädt soll 2012 erfolgen
Taura. Rund 2,3 Millionen Euro wird die Gemeinde Taura in diesem Jahr einnehmen und ausgeben können. So geht es aus dem Haushaltsplan hervor, den die Räte in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen haben. Die Investitionen reichen von der Sanierung eines problematischen Abschnitts der Taurasteinstraße über Baumaßnahmen in Grundschule und Kindertagesstätten bis zur Anschaffung eines neuen Spielgerätes auf dem Spielplatz in Köthensdorf. "Ob wir alle Vorhaben tatsächlich verwirklichen können, hängt von der Gewährung von Fördermitteln ab", sagt Bürgermeister Klaus Vivus (parteilos).
Für das Dorf werde es zunehmend schwierig, Projekte zu realisieren. Denn für die wachsenden kommunalen Aufgaben stehe immer weniger Geld zur Verfügung. Anders als bei den Einnahmen gebe es bei den Verwaltungsausgaben, Personalkosten und Preisen einen raschen Anstieg. Auch die Kreisumlage soll von 27,94 auf 29,95 Prozent steigen. Rund 358.000 Euro müsse Taura dafür 2012 ausgeben, 2010 waren es noch 5000 Euro weniger.
Die allgemeine Schlüsselzuweisung vom Land hingegen verringere sich weiter. Der Ort rechne in diesem Jahr mit etwa 595.000 Euro, vor zwei Jahren seien es 25.000 Euro mehr gewesen. Vor allem dieses Geld ermögliche es der Kommune, Eigenanteile für Investitionen aufzubringen. Weitere wichtige Einnahmequellen des Ortes wie Einkommens-, Grund- und Gewerbesteuer würden etwas höhere Einnahmen als 2010 bringen. Insgesamt erwartet die Kommune daraus in diesem Jahr rund 750.000 Euro.
Mehr als 107.000 Euro Baukosten für den geplanten ersten Bauabschnitt an der Taurasteinstraße kann der Ort aus diesem Budget nach Ansicht der Gemeinderäte jedoch nicht stemmen. Deshalb sind 90.000 Euro als Zuschuss aus dem Förderprogramm für Dorfentwicklung (Ile) beantragt. Gebaut werden soll laut Vivus im Anschluss an den bereits grundhaft ausgebauten Straßenabschnitt weiter in Richtung Burgstädt. Es handle sich dabei um eine Senke, die bei starkem Regen oder Schneeschmelze vom Wasser überspült werde, so der Ortschef. Durch neue Verrohrung solle dieses Problem beseitigt werden.
Da nach einer neuen Förderrichtlinie nach Angaben aus dem Burgstädter Rathaus im Rahmen der ländlichen Entwicklung auch die Modernisierung von Schulen, Turnhallen oder Kindertagesstätten bezuschusst werden kann, soll das 2012 genutzt werden. Reichlich 112.000 Euro sind für die Johann-Esche-Grundschule beantragt. So soll im Kellergeschoss umgebaut und ein Teil des Daches erneuert werden. Die Gesamtkosten werden bei fast 180.000 Euro liegen.
Die Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" will der Ort für 110.000 Euro modernisieren, dazu erhofft er sich 70.000 Euro Zuschuss. 21.000 Euro sollen für die Einfriedung und eine Rollstrecke in der Kindertagesstätte "Rasselbande" ausgegeben werden. Dafür sind nur 2400 Euro Fördergeld beantragt. Weitere Förderquellen sollen beim Fußwegbau an der Mittweidaer Straße helfen.
Aus eigener Kraft will Taura den Bau des Chemnitztalradweges und die Breitbandversorgung, also schnelles Internet für die Einwohner, finanzieren. 95.000 Euro sind für die Tilgung von Krediten vorgesehen. Damit wird die Pro-Kopf-Verschuldung des 2500-Einwohner-Ortes nach Angaben der Burgstädter Stadtverwaltung bis zum Jahresende auf rund 516 Euro gesenkt.


