Nach dem Ausbau der B 174 soll sich die Fahrzeit im grenzüberschreitenden Verkehr nach Tschechien deutlich verringern.Ausbau der B 174 soll im Herbst beginnen
Chemnitz hat Förderantrag gestellt - Fahrzeit gen Erzgebirge soll kürzer werden
Chemnitz.Der Ausbau der Bundesstraße 174 soll im Herbst beginnen. Der Freistaat hält in Zeiten der Sparlisten an seinen Bauplänen für seinen Abschnitt ebenso fest, wie die Stadtverwaltung. Das ergaben "Freie Presse"-Recherchen.
Danach beginnt der Neubau des Abschnitts zwischen Chemnitz und dem Ausbau-Ende in Richtung Erzgebirge ungefähr im Oktober dieses Jahres, sagte Joachim Eckert, Sprecher der Landesdirektion. Einen Termin für das geplante Ende der Bauarbeiten nannte er nicht. "Die Finanzierung ist gesichert, die Ausschreibung für das Projekt ist in Vorbereitung", so Eckert.
Fördermittel beantragt
Auch die Vorbereitungen für den städtischen Teil des Mammutprojektes, der vierspurige Ausbau der Zschopauer Straße zwischen Südring und Ortsausgang Richtung Amtsberg/Zschopau, laufen auf Hochtouren. Voraussetzung für den Bau sind Finanzierung und Genehmigung. "Der Fördermittelantrag der Stadt liegt in der Landesdirektion vor", sagte Tiefbauamtsleiter Bernd Gregorzyk. Dort bestätigte man dies. "Wenn nichts dazwischen kommt, kann der Bau wie geplant im dritten Quartal 2011 beginnen", so Eckert. Auch die Planung sei in Sack und Tüten. "Die Genehmigung wurde bereits im Februar erteilt und im März ausgelegt. Da es keine Klagen dagegen gab, ist der Beschluss bestandskräftig."
Neben dem Ersatzneubau der Straßenbrücke am Dresdner Platz steht der Ausbau der B 174 ganz oben in der Prioritätenliste der Verkehrsprojekte in den nächsten Jahren in Chemnitz. Die Fertigstellung des 1,3 Kilometer langen Abschnitts für 20Millionen Euro ist für 2013 geplant.
Geh- und Radwege vorgesehen
Dabei wird die Strecke vierspurig mit je zwei durchgängigen Fahrstreifen land- und stadtwärts ausgebaut. Entlang der Strecke entstehen Geh- und Radwege. Die Straßenentwässerung soll erneuert werden, ein Regenrückhaltebecken sowie eine Geh- und Radwegbrücke entstehen. Lärmschutzwände, abschnittsweise mit transparenten Elementen von maximal fünf Metern Höhe, sind geplant. Ihre Errichtung geht laut Eckert auch auf Bürgerhinweise zurück.
Nach dem vierspurigen Ausbau soll sich die Fahrzeit im grenzüberschreitenden Verkehr nach Tschechien deutlich verringern. In fünf Jahren werden laut Prognosen der Verkehrsplaner 35.000 Autos am Tag den Ortsausgang passieren, jedes zehnte davon wird ein Lkw sein. Für den Südverbund wird gar mit einem Aufkommen von über 38.000 Fahrzeugen am Tag gerechnet.


