Oliver Müller überwacht eine Plasmaschneidmaschine in der Produktionshalle der Firma AMS in Limbach-Oberfrohna. Damit werden Edelstahlbehälter für Maschinen in der Pharmaindustrie hergestellt. Der Export soll erweitert werden, deshalb präsentiert sich AMS zur Frankfurter Messe.
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Behälter-Hersteller AMS Technology aus Limbach-Oberfrohna will China erobern
Unternehmer planen die Erschließung neuer Märkte
Limbach-Oberfrohna. Seit zehn Jahren produziert AMS Technology in Limbach-Oberfrohna, seit sieben Jahren im Gewerbegebiet Süd. Mit der Produktion von Edelstahlbehälter vor allem für Maschinen in der Kosmetik- und Pharmaindustrie erwirtschaften die 80 Beschäftigten einen Jahresumsatz von knapp acht Millionen Euro.
Ein Großteil der Herstellung der maßgeschneiderten Behälter erfolgt in Handarbeit, zudem greifen die Fachkräfte unter anderem auf eine robotergesteuerte Plasmaschneidanlage und Walzenrundbiegmaschinen zurück. Die Stärke von AMS sieht Geschäftsführer Uwe Landmann in der Fertigung kompletter Druckbehälter-Apparate im hochwertigen Bereich, inklusive der Entwicklung durch eigene Ingenieure. Besonders auf die Oberfläche im Innenraum der Behälter komme es an, so der 50-Jährige. "Gerade in der Pharmaindustrie müssen die Apparate hohen Qualitätsansprüchen entsprechen. Eine Füllung mit wenigen Litern kostet dort schon mehrere hunderttausend Euro", sagt Landmann.
Im zehnten Jahr des Bestehens exportiert der Limbacher Betrieb an Kunden in der ganzen Welt. AMS-Behälter stehen in Korea, Brasilien, USA, Russland und vielen Ländern Europas. In diesem Jahr will der Betrieb in weitere Regionen vordringen. "Deshalb nehmen wir im Juni bei der Messe Achema in Frankfurt teil. Das ist die wichtigste Messe für Anlagenbauer", erklärt der Geschäftsführer.
Momentan hat Landmann ein ganz bestimmtes Land im Visier: China. Deshalb bekommt das Unternehmen im Juli auch Besuch aus dem Riesenreich. Denn ohne Zertifizierung für den chinesischen Markt geht dort nichts im Verkauf. Die Chinesen werden für mehrere Tage die Limbacher Werkshallen unter die Lupe nehmen. Bezahlt werden sie von AMS. Landmann schätzt, dass Kosten von mehreren zehntausend Euro auf ihn zukommen. Aber das sei es wert: "Der Markt dort wird immer wichtiger."
Auch ist er zuversichtlich, dass er den Test besteht, weil die chinesischen Anforderungen an die Produkte ähnlich der deutschen seien.
Egal, wo in Zukunft die Kunden sitzen, am Standort Limbach-Oberfrohna will AMS bleiben. "Wir befinden uns in der traditionsreichsten Industrieregion in Deutschland", hebt Landmann hervor und lobt die gute Verkehrslage und die Infrastruktur für die Nachwuchsentwicklung mit Hoch- und Berufsschulen. Auch im Unternehmen wird die Nachwuchsförderung groß geschrieben, wie der Chef betont, der selbst bis 1987 in Dresden Informationstechnik studiert und 1992 in Chemnitz promoviert hat. Unter den 80 Beschäftigten seien stets acht bis neun Auszubildende dabei. "Da kommen wir gar nicht drum herum, da wir ganz bestimmte Anforderungen an unseren Nachwuchs haben."


17:00 Uhr
kurz: Als ehemaliger Limbacher ist mir die Firma von klein auf bekannt. Ich freue mich sehr über die Entwicklung und wünsche weiterhin gute Erfolge.
Auf der Internetpage http://www.ams-systeme.de kann man die ganze Größe des Unternehmens sehen. Hut ab!
Herzlichst Elmar Kurz