Momentan steht die ehemalige Großraumdisko leer. Nach Starlight hieß sie Stairways und existierte nur fünf Wochen.Foto: Andreas Seidel
Betreiber gibt Chemnitzer Großdisko Stairways endgültig auf
Nachdem das Starlight schloss, eröffnete ein Kneipenbesitzer die Disko neu, unter anderem Namen - Projekt ist gescheitert
Chemnitz. Danny Szillat sieht schwarz für Großraumdiskos in Chemnitz. Für ihn endete der Ausflug in dieses Gebiet schmerzhaft mit einem "erheblichen finanziellen Schaden". Anfang März hatte der Betreiber der Musikkneipe Flowerpower im Terminal 3 an der Brückenstraße die ehemalige Diskothek Starlight, nur einige Türen weiter, übernommen. Unter dem Namen Stairways eröffnete er die Diskothek wieder, nur elf Tage nach Schließung. Doch nach nur fünf Wochen war Schluss, weil die Gäste fehlten. Dann wollte Szillat eigentlich das Objekt erst einmal komplett umbauen. Doch diese Pläne hat er an den Nagel gehängt. "Wir haben das Objekt wieder komplett abgegeben", sagte er. "Aus meiner Sicht ist das völlig unwirtschaftlich, das wird auch keiner mehr probieren." Ein so großes Objekt von 1700 Quadratmetern als Diskothek zu betreiben sei in Chemnitz unrealistisch. Besonders, wenn im nächsten Jahr die neue Gebührenordnung des Rechteverwerters Gema in Kraft trete, denn dann werde nach Quadratmetern abgerechnet. "Da würden dann jährlich anstelle von 25.000 Euro rund 125.000 Euro fällig."
Selbstverständlich könne man in Chemnitz noch Beiträge zum Nachtleben leisten. "Die Leute sind ja da." Nur würde eben eine "Stino-Disko" nicht mehr funktionieren. Vielmehr gelte es, eine Nische zu finden. "In den fünf Wochen haben wir so ziemlich alle Party-Konzepte ausprobiert, die man sich denken kann", so Szillat. Dabei habe er auch entdeckt, was gut funktioniert. Was genau das ist, will er nicht verraten, da es Grundlage für einen neuen Club sein soll. Er suche nach einem geeigneten, kleineren Objekt. Mit der Eröffnung wolle er sich bis zum kommenden Jahr Zeit lassen.
Das Gebäude, in dem sich das ehemalige Starlight befindet, gehört Investor Claus Kellnberger. Er hat die Hoffnung auf eine Diskothek noch nicht aufgegeben. "Wir suchen einen ideenreichen Pächter, am besten ab September", sagte er am Mittwoch. Dieser habe den Vorteil, komplett ausgebaute Räume vorzufinden, in denen nur noch Ton- und Beleuchtung fehlen.


11:56 Uhr
PeKa: Nicht Herr Kellnberger ist dran schuld, dass das Stairways schließen muss, sondern die langweilige Stubenhockermentalität der Chemnitzer Einwohner. Vergesst das bitte nicht!
18:32 Uhr
gelöschter Nutzer: Dann Kellnberg :-)
14:20 Uhr
unwichtig: Es ist aber nicht auszuschließen, dass irgendwann mal eine Straße oder - in der Baugrube des Conti-Loch's - wo der City-Investor Kellnberger eine Park und Einkaufsgalerie plant, nach ihm benannt wird. :-)
13:04 Uhr
unwichtig: Hi,hi... Kellnberger lautet doch sein richtiger Name und nicht Kellenberger. :-)
12:08 Uhr
gelöschter Nutzer: @Flashback2012, Umbenennung der Stadt in Kellenberg?