Auch wenn die größten Schlaglöcher am Fuße des Harthauer Berges am Donnerstag geflickt wurden, die Baustelle an der Stützmauer der Würschnitz (links im Bild) sorgt weiter für Verkehrsbehinderungen auf der B 95.
Foto: Andreas Truxa
Blitzeinsatz gegen Schlaglöcher
Tiefbauamt behebt vorerst mit Kalt-Asphalt Winterschäden auf der B 95 am Harthauer Berg
Chemnitz. Chemnitz. Hau-Ruck-Einsatz der Straßenbauer am Donnerstag auf der B 95 am Harthauer Berg: "Wir mussten handeln", begründete Thomas Loos vom Tiefbauamt der Stadt die Arbeiten. Der Frost der vergangenen Wochen hat dort erhebliche Schäden an der Fahrbahn verursacht. "Freie Presse"-Leser hatten sich in den vergangenen Tagen über den Zustand der Straße beschwert. Sie befürchteten, dass die tiefen Schlaglöcher zu Beschädigungen an ihren Fahrzeugen führen könnten.
Die Straßenarbeiten waren zunächst für Mittwoch geplant, mussten laut Aussage von Loos jedoch witterungsbedingt um einen Tag verschoben werden. Am Donnerstag nun konnten die Schäden ausgebessert werden. Die Arbeiten erforderten eine Vollsperrung der Straße für zwei Stunden. Die Schlaglöcher wurden mit Kalt-Asphalt aufgefüllt: "Das Ganze ist natürlich als Provisorium gedacht, bis wir die Straße grundlegend sanieren können. Ich hoffe aber, dass diese Lösung bis dahin ausreicht", sagte Loos.
Dass es durch die derzeitigen Einschränkungen immer wieder zu großen Rückstaus kommt, wie "Freie Presse"-Leser berichteten, konnte der Tiefbauamtsmitarbeiter nicht ausschließen. "Nach den uns vorliegenden Informationen läuft der Verkehr dort bisher ohne wesentliche Komplikationen." Loos räumte jedoch ein, dass es anfänglich mit der Baustellenampel ein technisches Problem gegeben habe. "Das ist aber längst behoben", erklärte er.
Seit September vergangenen Jahres wird an der B 95 am Harthauer Berg gebaut. Die marode Stützmauer am Ufer der Würschnitz musste dringend saniert werden. Die Arbeiten erfordern Fahrbahneinschränkungen. Folge: In Stoßzeiten stockt der Verkehr. Neben der Uferstützmauer werden zurzeit auch Straßen und Gehwege erneuert sowie Trinkwasser- und Gasleitungen neu verlegt. Die Investitionen belaufen sich laut Tiefbauamt auf rund eine Million Euro.
Offizieller Termin für den Abschluss aller Bauarbeiten ist der 15.November. Ob dieses Ziel erreicht werden kann, konnte Loos noch nicht einschätzen. "Wir sind derzeit witterungsbedingt etwa einen Monat im Rückstand. Aber wir hoffen, dass wir die verlorene Zeit über das Jahr wieder aufholen können", erklärte er. Die ersten Arbeiten zur grundlegenden Straßensanierung seien für Ende März oder Anfang April vorgesehen. "Die halbseitige Fahrbahnsperrung wollen wir im September wieder aufheben", sagte Loos.


