Geografiekabinett Im Geografiekabinett konnten die Besucher des Tages der offenen Tür Schülerarbeiten anschauen. Ergänzt wurde die Ausstellung durch Unterrichtsmaterialien. An der Weltkarte zeigte Klaus Arnold seinen Kindern Alexander und Sarah sowie Ehefrau Ursel im Geografiekabinett an der Weltkarte markante Orte.

Foto: Andreas Truxa

Ehemalige Schüler staunen über das Neue

500 Besucher beim Tag der offenen Tür in der Mittelschule Neukirchen - Auch Einwohner lassen sich Rundgang nicht entgegen - Bau geht weiter

Neukirchen. Neukirchen. "Die Schule ist mein Leben", sagt Jürgen Beyer schmunzelnd. "Ich bin hier Schüler gewesen und arbeite jetzt seit mehr als 30Jahren als Lehrer, seit 1992 in diesem Haus", erklärt der Pädagoge, der an der Mittelschule Neukirchen Ethik und das Fach Wirtschaft, Technik, Haushaltslehre unterrichtet. Zum Tag der offenen Tür am Sonnabend genoss er den Ansturm auf "sein" Technik-Zimmer.

Der stellvertretende Schulleiter Gunter Seifert schätzte, dass etwa 500 Besucher gekommen waren. Dass das nicht nur zukünftige Schüler waren, sondern auch gegenwärtige und ehemalige sowie Eltern und Anwohner, macht nach Meinung der Lehrer die enge Verbindung von Ort und Schule deutlich, und auch, welchen Anteil die Menschen an der Entwicklung der Bildungsstätte nehmen.

Mit Beginn des zweiten Schulhalbjahres nahmen die 284 Mittelschüler im Erweiterungsbau acht Klassenräume und das Musikkabinett in Besitz. Jürgen Beyer unterrichtet gern im Neubau: "Hier kann man besser sprechen, es hallt nicht so, und die Schüler sitzen nicht mehr hinter Säulen." Zu gern möchte Tim Stubenrauch, Viertklässler an der Klaffenbacher Grundschule, künftig diese Bildungsstätte besuchen. Schließlich wechseln etliche seiner Klassenkameraden im kommenden Schuljahr dorthin. Deshalb haben seine Eltern auch ihn in der Mittelschule Neukirchen angemeldet, obwohl sie in Chemnitz wohnen.

"Wir wollen das schöne Neue mit Leben füllen. Der Steuerzahler hat gegeben, wir zahlen mit guter Arbeit zurück", sagt Schulleiter Jörg Thurow. Das Verknüpfen von modernen und konservativen Lehrmethoden ist ihm wichtig. So sind seiner Meinung nach das Lesen unterschiedlicher Bücher und auch das Abschreiben von Tafelbildern nicht zu ersetzen. Deshalb sind im Erweiterungsbau eine Schulbibliothek und eine Lernwerkstatt vorgesehen, die demnächst fertig gestellt werden sollen.

"Wir sind stolz auf unseren guten Ruf. Jetzt gilt dieser nicht bloß unserer Arbeit. Das neue Haus unterstreicht ihn auch äußerlich", meint Schulleiter Thurow. Der Beratungselternabend für künftige Fünftklässler jedenfalls sei besser besucht gewesen als solche Veranstaltungen in der Vergangenheit. Dabei gäbe es durchaus Konkurrenz im eigenen Gebiet, meint der Schulleiter mit Blick auf das evangelische Gymnasium Leukersdorf, die geplante Montessorischule in Adorf oder die evangelische Mittelschule Burkhardtsdorf.

Jetzt laufen die Arbeiten im bisherigen Schulgebäude, das bis 1952 eine Strumpffabrik beherbergte, auf Hochtouren. Bis zum Sommer soll die Schule komplett saniert sein. Die Lichtensteiner Planungsgesellschaft überraschte am Samstag mit einer Weltzeituhr für das neue Foyer. Zu den Besuchern gehörte Felix Popp aus Adorf. Er hat die Mittelschule vor vier Jahren abgeschlossen und arbeitet als Stahlbetonbauer für eine Dresdner Firma. "Ich hätte nie gedacht, dass ich mal zum Tag der offenen Tür komme", meint er.

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erschienen am 07.03.2010 ( Von Dorothee Morgenstern )
 
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