Für die Erstklässler Benjamin, Frauke und Emely (von links) wird der Weg zur Schule manchmal gefährlich.Foto: Andreas Truxa
Eltern machen für sicheren Schulweg mobil
Tauraer Gemeinde- und Ortschaftsrat prüfen die Situation vor der Johann-Esche-Grundschule
Taura. Taura. Die für Kinder schwierige und oftmals gefährliche Verkehrssituation vor der Johann-Esche-Grundschule im Tauraer Ortsteil Köthensdorf könnte bald ein Ende haben. Bei einem Vororttermin haben sich Gemeinde- und Ortschaftsrat mit der Verwaltung auf den Bau einer Wendeschleife für Autos geeinigt. Besonders am Schulbeginn und -ende gibt es ein Gedrängel auf Straße und Gehweg. Unfälle werden befürchtet. Bisher ist aber nichts passiert.
Rund 25.000 Euro werde die Gemeinde nach einer ersten Kostenschätzung in das Vorhaben investieren müssen, sagte der Burgstädter Bauamtsleiter Dieter Heise. Bürgermeister Rainer Viertel (CDU) ist zuversichtlich, dass der Gemeinderat bereits in der kommenden Sitzung grünes Licht für einen baldigen Baubeginn geben wird. "Groß ist die Unfallgefahr vor und nach dem Unterricht, wenn Eltern ihre Kinder bringen und abholen. Dann rangieren oft mehrere Autos an dieser Sackgasse umeinander herum", schilderte er die Situation.
Schulleiterin Sylke Aiche will sich nicht äußern, weil die Gefahrenzone außerhalb des Schulgeländes liege. Besorgte Eltern hatten sich deshalb an Ortsvorsteher Peter Schimmang und den Bürgermeister gewandt. "Straße und Wendemöglichkeiten sind beengt. Oftmals überfahren Autos auch die Fußwegbegrenzung", sagte Katrin Kirrbach. Die CDU-Gemeinderätin und Mutter von vier Kindern kennt die Situation vor der Schule seit zwölf Jahren. Sie ist sich sicher: "Verbesserungen sind möglich." Eine Wendeschleife hält sie für einen guten Kompromiss. Ein hohes Maß an Achtsamkeit und Rücksichtnahme werde ihrer Meinung nach nötig bleiben. "Jetzt behindern sich die Autos, wenn sie mitten auf der Straße wenden müssen. Mit dem Kreisverkehr wird es geordneter zugehen", erklärte sie weiter. Nach kurzem Halt zum Aussteigen der Kinder könnten die Eltern danach ohne riskante Wendemanöver dem nächsten Autofahrer Platz machen.
"Statt Autos von allen Seiten" werde für die Steppkes eine übersichtlichere und sicherere Situation geschaffen, meinte Kristin Beer, die Vorsitzende des Schulfördervereins. Auch die Gemeinderäte waren sich in der jüngsten Sitzung einig, dass dieses Problem bald beseitigt werden müsse.
In der Johann-Esche-Grundschule lernen derzeit 94 Mädchen und Jungen. In den kommenden Jahren wird die Schülerzahl steigen, so die Prognose der Stadtverwaltung Burgstädt. Allein in diesem Jahr sollen 32 Abc-Schützen eingeschult werden. Bis 2014 werden pro Jahr jeweils zwischen 32 und 27 Schulanfänger erwartet. Damit die Situation vor der Schule entschärft wird, seien keine große Bauten notwendig, sagte Bürgermeister Viertel. "Es genügt, ein Stück Wiese zur Verkehrsfläche umzubauen und die Randbegrenzung der Straße an einer Stelle abzuschrägen", meinte der Gemeindechef. Nach dem Beschluss im Gemeinderat könnte es frühestens im Sommer mit dem Bau beginnen.


