So prächtig sah die jetzt gefällte, mindestens 120 Jahre alte Rotbuche noch im Januar aus.
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Gefällte Buche: Anwohner bleiben skeptisch
Zweifel am Pilzbefall der Wurzel - Landratsamt und Experte verteidigen das Absägen
Limbach-Oberfrohna. Limbach-Oberfrohna. Musste die mindestens 120 Jahre alte Rotbuche an der Chemnitzer Straße 19 in Limbach-Oberfrohna wirklich gefällt werden? Diese Fragen lässt den Anwohnern und vielen Passanten, denen es um den scheinbar prächtigen Baum leid tut, keine Ruhe.
Neue Nahrung erhielten ihre Zweifel, als am Donnerstag das aus der Erde ragende Stück des Baumstumpfes abgefräst wurde. Denn daran sei kein Pilzbefall erkennbar gewesen, berichtete eine Frau. Nach Angaben des Amtes für Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft des Landkreises Zwickau musste der Baum, der wegen seines Alters als Naturdenkmal ausgewiesen war, aber im Februar gefällt werden, weil er wegen Riesenporling-Befalls nicht mehr standsicher gewesen sei. Das habe ein Gutachter festgestellt.
Trotzdem entsandte das Amt nach dem Hinweis der "Freie Presse"-Leserin eine Mitarbeiterin an den Ort des Geschehens. "Der Stubben war bereits gefräst, mit Anwohnern oder Mitarbeitern der beauftragten Firma konnte nicht gesprochen werden", teilte die Pressestelle des Landratsamtes Zwickau am Freitag als Ergebnis der erfolglosen Nachkontrolle mit. "Fakt ist, dass der Baum auf Grund des Befalls mit dem Riesenporling eine Gefahrenquelle darstellte", bekräftigte Marion Straßburg, die Leiterin des Naturschutzamtes.
Eine Erklärung für die Beobachtungen der Anwohner kennt Carsten Wirth, Geschäftsführer der Chemnitzer Firma Wirth und Wiener, die den Stubben abgefräst hat: "Der Riesenporling befällt ausschließlich die Wurzelanläufe, am Wurzelstock ist er nicht sichtbar." Es lägen auch Fotos vor, die den Pilzbefall belegen, so der Experte.


