Das Nierenleiden von Löwe Malik ist wieder akut geworden. Die Behandlungen brachten bisher keine Besserung.
Foto: Andreas Truxa/Archiv
Maliks Zustand verschlechtert sich weiter
Therapie schlägt bei Löwe im Chemnitzer Tierpark nicht an - Ärzte beraten über das weitere Vorgehen
Chemnitz. Chemnitz. Der Gesundheitszustand von Publikumsliebling Löwe Malik vom Tierpark Chemnitz hat sich weiter verschlechtert. Das teilte am Donnerstag die Stadtverwaltung mit. Auch die intensive Therapie durch Infusionen, ein Medikament zur Harnansäuerung, eine Spezialdiät sowie blutdrucksenkende Medikamente bringen keine Besserung.
Malik ist unheilbar krank. Anfang Oktober des vergangenen Jahres wurde bekannt, dass der Besucherliebling des Tierparks ein Nierenleiden hat. Das sorgte dafür, dass Malik kaum noch fraß und immer mehr abmagerte. Die Tierpark-Leitung ließ nichts unversucht, dem Löwen zu helfen: In seinem Unterschlupf wurde sogar eine Fußbodenheizung eingebaut.
Eine konsequente Therapie ist laut Stadtveraltung nur schwer möglich, da Malik derzeit unregelmäßig frisst. Somit sei eine ausreichende Dosierung der Medikamente auf Dauer nicht gewährleistet.
Die aktuellen Laboruntersuchungen ergaben einen fortschreitenden Verlauf der Nierenerkrankung. Vor allem die Stoffwechselprodukte Kreatinin, Harnstoff und Phosphor liegen in sehr hohen Konzentrationen im Blut vor. Weiterhin typisch für ein Nierenversagen sei der nachgewiesene Eiweißverlust über den Harn. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Organschädigung bei chronischem Nierenversagen fortschreitend ist. Deshalb werden die Behandlungen wahrscheinlich keine Verbesserung der Nierenfunktion bringen. Tierärzte beobachten Malik sorgfältig und beraten regelmäßig über das weitere Vorgehen.
Malik kam im Mai 2005 aus dem Leipziger Zoo nach Chemnitz. Der im Juli 2004 geborene Junglöwe sorgte für Schlagzeilen, weil er nach 24 Jahren Pause der erste Löwennachwuchs in Leipzig war. Aber dann wurde Malik von seiner Mutter verstoßen, Pfleger zogen ihn mit der Flasche groß.


