Polizei holt Kupferdiebe aus Schacht
Großeinsatz im "Blauen Haus"
Chemnitz. Bernsdorf. Bei einem Großeinsatz in der ehemaligen Hauptvermittlungsstelle der Telekom an der Zschopauer Straße hat die Polizei am Montag in Bernsdorf zwei mutmaßliche Kupferdiebe gestellt. Es handelt sich um einen 24-jährigen Chemnitzer und um einen 25 Jahre alten Mann aus Penig.
Streifenbeamte hatten in der Nacht frische Schuhspuren in dem seit 2005 leer stehenden, so genannten "Blauen Haus" entdeckt. Weil seit Mitte Februar etwa zwei Tonnen Kupfermaterial von den im Haus noch vorhandenen Installationen gestohlen worden waren, vermuteten sie, dass erneut Kupferdiebe am Werk waren. Dann bemerkten sie, wie ein Unbekannter, der das Haus gerade verlassen wollte, beim Anblick der Polizisten zurück ins Gebäude flüchtete.
Da nicht bekannt war, ob sich noch weitere Täter in dem fünfstöckigen Gebäude befanden, forderten die Polizisten Verstärkung an. Insgesamt waren 40 Beamte und acht Fährtenhunde im Einsatz. "Das Gebäude mit seinen 35.000 Quadratmetern Bürofläche ist außerordentlich verwinkelt", erklärte Polizeisprecherin Heidi Hennig den Personalaufwand.
Mithilfe eines ortskundigen Mitarbeiters der Telekom seien die Räume und zahlreichen Lüftungsschächte systematisch durchsucht worden. "Hinzu kam, dass das Haus auch von außen gesichert werden musste, um zu verhindern, dass die Täter verschwinden", sagte die Polizeisprecherin.
In einem Lüftungsschacht auf dem Dach stöberte die Polizei schließlich die beiden Männer auf. Außerdem fanden die Beamten große Mengen bereitgelegtes Kupfermaterial.


