Die Stadtverwaltung lehnt einen neuen Lebensmittelmarkt an der Oberfrohnaer Straße ab. Sie fürchtet unter anderem Nachteile für das 450 Meter entfernte Rabenstein-Center (Bild) mit seinem Penny-Markt.
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Stadt lehnt neue Märkte außerhalb der City ab
Rathaus erteilt Projekten an der Oberfrohnaer und an der Lutherstraße eine Absage
Chemnitz. Während für eine Bebauung des Conti-Lochs mit Einzelhandel derzeit über eine Abweichung vom Zentrenkonzept diskutiert wird, will die Stadtverwaltung an anderer Stelle Ausnahmen nicht zulassen. Damit will sie verhindern, dass die Entwicklung von City und Stadtteilzentren gefährdet wird. Den Stadträten im Planungs- und Bauausschuss schlägt die Bauverwaltung daher vor, in ihrer Sitzung am Dienstag Anträge für neue Lebensmittelmärkte an der Oberfrohnaer Straße und an der Lutherstraße abzulehnen.
Bei ihrer Ablehnung beruft sich die Verwaltungsspitze auf das gerade erst vom Stadtrat erneut beschlossene Zentrenkonzept zum Schutz des Einzelhandels in der City und in den Stadtteilen. Das Papier legt fest, dass neue Märkte nur noch in festgelegten Stadtteilzentren entstehen sollen. Die geplanten Kaufhallen an der Oberfrohnaer Straße und an der Lutherstraße aber verstoßen nach Einschätzung der Stadtplaner klar gegen diese Rahmenbedingungen. Beide Standorte befänden sich nicht innerhalb der festgelegten Vorranggebiete für neue Märkte, wie es das Konzept vorschreibt, und auch die Kriterien für eine Ausnahmegenehmigung würden nicht erfüllt.
Dafür müsse ein Markt beispielsweise im Wesentlichen der Nahversorgung im zu Fuß erreichbaren Einzugsbereich dienen und es dürfe keine Überschneidung des 500-Meter-Radius um den nächstgelegenen Versorger geben. Die Einwohner im Einzugsbereich um die geplanten Märkte aber hätten bereits die Möglichkeit, fußläufig in einem der existierenden Lebensmittelmärkte einzukaufen, konstatiert die Verwaltung. Die geplanten Märkte schließen nach ihrer Einschätzung insofern keine Lücke, sondern gefährden bestehende Anbieter, so Stadtplaner Börries Butenop.


