Streusalz in Limbach-Oberfrohna wird knapp
Bauhof hat bereits 100 Tonnen auf den Straßen verstreut - Städte im Erzgebirgskreis haben sich besser vorbereitet
Limbach-Oberfrohna. Limbach-Oberfrohna. Die Streusalz-Vorräte des Bauhofs von Limbach-Oberfrohna sind fast erschöpft. Die Stadt hat deshalb in den vergangenen Tagen mit den Streusalzreserven äußerst sparsam umgehen müssen. Denn die nachbestellte Liefermenge kam wegen der Winterprobleme verspätet an. 25 Tonnen wurden aber am Donnerstag angeliefert, weitere 25 Tonnen sollen am Freitag ankommen.
"Der Winterdienst in Limbach-Oberfrohna ist damit weiterhin gesichert", sagte Stadt-Sprecherin Iris Hielscher. Fünf Fahrzeuge mit Schiebeschild und Streueinrichtung stehen in der Stadt zur Verfügung. Doch der vor Winterbeginn in zwei Silos eingelagerte Vorrat von mehr als 100 Tonnen Salz war in der vergangenen Woche fast restlos aufgebraucht. Hinzu kam, dass die große Nachfrage inzwischen zu Engpässen geführt hat. Denn überall in der Region hat der über Wochen andauernde Kampf gegen Schnee und überfrierende Nässe den Salzverbrauch in die Höhe getrieben.
4800 Tonnen Salz sind laut ASR-Sprecherin Beate Bodnár allein im Januar auf Chemnitzer Straßen ausgebracht worden. Im vorigen Winter lag der Gesamtverbrauch des Chemnitzer Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetriebes (ASR) bei knapp über 8000 Tonnen, in der vorangegangenen Wintersaison waren es sogar nur 2400 Tonnen.
Angespannt sei die Lage in diesem Jahr, weil oftmals rund um die Uhr immer wieder nachgesalzen werden müsse, so Bodnár. "Durch weitere Niederschläge, angewehten Schnee oder Tauwasser wird das Gemisch auf den Fahrbahnen in kurzer Zeit stark verdünnt und damit unwirksam gemacht", erklärte sie.
Im Erzgebirgskreis, zu dem auch Neukirchen, Burkhardtsdorf und Amtsberg gehören, waren die Straßenmeistereien auf den Winter vorbereitet. Sie sind mit entsprechenden Salzvorräten in den Winter gestartet. "Derzeit haben unsere fünf Straßenmeistereien noch fast 3000 Tonnen Salz im Lager. Da sind keine Engpässe zu erwarten", erklärte Landkreis-Sprecherin Jutta Leonhardt. Die Taktik, vor dem Winter reichlich einzukaufen, um später nicht um jede Nachlieferung feilschen zu müssen, hat sich in ihren Augen bewährt.
Der ASR hatte sich nicht ganz so üppig bevorratet. Doch als sich überdurchschnittlicher Verbrauch ankündigte, wurde sofort nachbestellt. "Seither sind wir in ständigen Verhandlungen mit unseren Lieferanten, damit kein Engpass entsteht", sagte Bodnár. Bis zu 250 Tonnen Feuchtsalz werden "an einem richtigen Wintertag" in Chemnitz verbraucht.
Fast 500 Tonnen Streugut haben 59 Winterdienstfahrzeuge im Landkreis Mittelsachsen bei ihrem Einsatz vom 2. zum 3. Februar verbraucht. Trotzdem mussten einzelne Straßen, darunter mehrere Kreisstraßen im Bereich der Straßenmeisterei Mühlau, wegen Schneeverwehungen zeitweise gesperrt werden. "Für weitere Einsätze ist momentan noch Streusalz vorhanden", versichert Landratsamt-Sprecher André Kaiser. Nachbestelltes Salz werde geliefert, allerdings nicht immer in der bestellten Menge.


