Annaberg-Buchholz will mit künftigem Internetauftritt Neustart hinlegen
Im Herbst 2013 soll es soweit sein - Bis dahin gilt es, zahlreiche Ideen und Anregungen zu bündeln
Annaberg-Buchholz. Spätestens in einem Jahr soll die Kreisstadt über einen neuen, modernen Internetauftritt verfügen. Die Zeit bis dahin will man sich nehmen, um in Ruhe und ohne Druck ein Projekt auf die Beine zu stellen, das den vielfältigen Anforderungen heutzutage standhalten kann. "Wir wollen keinen Schnellschuss loslassen", sagt Holger Trautmann, Fachbereichsleiter Innere Verwaltung im Rathaus und Leiter der eigens dafür ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe Internet.
Dieses 15-köpfige Team, dem unter anderem Stadträte und Mitarbeiter der Fachbereiche der Stadtverwaltung angehören, trifft sich an diesem Donnerstag zum zweiten Mal, um die in der ersten Beratung zusammengetragenen Ideen, Wünsche und Vorstellungen zu sondieren. "Die heutige Technik lässt vieles zu. Wir müssen deshalb genau festlegen, was wir wollen, können und brauchen. Nicht alles was machbar ist, ist auch sinnvoll", so Trautmann.
Fest stehe zunächst einmal, dass der künftige mit rund 60.000 Euro kalkulierte Internetauftritt der Stadt Annaberg-Buchholz einem kompletten Neustart gleich kommen soll. "Wir wollen nicht einfach die jetzigen Seiten anders gestalten, wir wollen eine generelle Neuausrichtung", so Trautmann. Bürgernähe stehe dabei ganz oben. Deshalb habe man im Vorfeld auch die Bürger per Onlineumfrage mit ins Boot geholt. "Wir wollten auf diese Weise etwa erfahren, nach welchen Informationen verstärkt auf den Seiten der Stadt gesucht wird", so Trautmann.
Diese Anregungen würden gebündelt mit denen der Arbeitsgruppe. Diese habe zum Beispiel Dinge angeregt wie eine Kommunikationsplattform, über die die Bürger beispielsweise Beschwerden online in das Rathaus senden können. "Wir erfahren damit umgehend, wenn etwa irgendwo im Stadtgebiet ein Papierkorb überquillt oder im Winter ein Fußweg nicht geräumt ist", sagt Trautmann. Angeregt worden sei ferner, bei Youtube einen eigenen Videokanal Annaberg einzurichten, der dann in die Homepage eingebunden wird. Auch ein interaktiver Stadtplan befinde sich in der Diskussion, der unter anderem mit hinterlegten Fotos und Videos aufwarte. Zudem sollen sämtliche Inhalte für mobile Endgeräte nutzbar gemacht werden.
"Wie man sieht, Ideen gibt es viele. Das A und O der neuen Internetseiten ist aber zunächst ein einheitliches Design. Es wird angestrebt, das auch sämtliche städtischen Eigenbetriebe dieses Design dann für ihre Webangebote nutzen", betont Trautmann. Ebenso wichtig seien Übersichtlichkeit - also eine klare zielgruppenorientierte Struktur - sowie auf allen Seiten die Verwendung fest definierter Schriftarten und eines einheitlichen Layouts.
Das gelte insbesondere für die permanente Aktualisierung der Seiten in Zukunft. "Nichts ist schlimmer, als wenn einem auf jeder Seite eine andere Schriftart begegnet", sagt Trautmann, dem während des gesamten Prozesses Mitarbeiter einer externen Fachfirma zur Seite stehen.
Die weitere Zeitschiene bis zur neuen Homepage der Stadt sieht bis spätestens Ende März 2013 die Ausschreibung vor. Danach erfolge die Vergabe sowie die Realisierung des Auftrages. Im Sommer nächsten Jahres soll dann der erste Portalentwurf vorliegen.

