Thomas Hüfken ist seit mehr als sechs Wochen in Haiti im Einsatz.Foto: Archiv/Privat
Einsatz in Haiti dauert an
Ehrenfriedersdorfer Thomas Hüfken sorgt mit THW für sauberes Trinkwasser
Ehrenfriedersdorf/Port-au-Prince. Ehrenfriedersdorf/Port-au-Prince. Nach gut eineinhalb Monaten ist der Einsatz des Ehrenfriedersdorfers Thomas Hüfken im Katastrophengebiet von Haiti noch nicht beendet. Der Ortsbeauftragte des Technischen Hilfswerks Annaberg (THW) wird nach jetzigem Stand mindestens weitere zwei Wochen in dem Land auf der Insel Hispaniola bleiben, in dem ein verheerendes Erdbeben Mitte Januar mehr als 200.000 Todesopfer gefordert hatte.
Hüfken ist nach wie vor mit weiteren THW-Helfern der Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland - Seewa - vor Ort. Er sei in Port-au-Prince tätig, informiert Andrea Wirth, die Landesbeauftragte des Technischen Hilfswerks für Sachsen und Thüringen. Nahe der Hauptstadt befand sich das Epizentrum des Erdbebens.
Der Erzgebirger hilft in dem Karibikstaat zum einen bei der Herstellung von sauberem Trinkwasser. Zum anderen kann er sich als erfahrener Rettungsassistent auch um die medizinische Versorgung der Menschen kümmern. "Zur Zeit sind 19THW-Kräfte in Haiti im Einsatz", erläutert Andrea Wirth. Die Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung stünden in Port-au-Prince und dem nicht weit entfernten Leogane. Damit werden derzeit täglich bis zu 300.000 Liter der überlebenswichtigen Flüssigkeit produziert. "Vor der Abgabe prüfen die Helfer das Wasser auf seine Reinheit und die von der Weltgesundheitsorganisation vorgegebenen Standards", informiert die Landesbeauftragte. Zudem analysierten die Experten Proben für andere Organisationen. Weiterhin setze das THW für die Deutsche Botschaft die Koordinierung der deutschen Hilfsmaßnahmen fort.
Für den erzgebirgischen Familienvater ist der Einsatz nach dem Erdbeben nicht der erste in einem Katastrophengebiet. Er hatte in den vergangenen Jahren auch schon Menschen in Uganda und Myanmar geholfen.


