In zehn Tagen startet Festhallensanierung
Technischer Ausschuss der Kreisstadt hat erste Aufträge vergeben - Dieses Jahr sollen noch rund 300.000 Euro verbaut werden
Annaberg-Buchholz. Annaberg-Buchholz. In zehn Tagen soll in der Kreisstadt der Umbau der Festhalle zum Kongresszentrum beginnen. Die Bauanlaufberatung dafür findet nächste Woche statt. Erste Aufträge hat am Donnerstagabend der Technische Ausschuss in seiner Sitzung vergeben. Dabei handelte es sich etwa um Dachdecker-, Blitzschutz- und Baumeisterleistungen. In Vorbereitung befinden sich laut Planer Falk Martin Ausschreibungen für die Bereiche Sanitär- und Elektroinstallation sowie Estrich- und Fliesenlegerarbeiten.
Zielstellung ist es, noch in diesem Jahr etwa zwei Drittel der 400.000 Euro zu verbauen, die der Bauherr Stadt Annaberg-Buchholz von seinem Anteil der Konjunkturpaketmittel zur Verfügung stellt, erklärt Walter Walliser. Er ist der Aufsichtsratsvorsitzende der Festhallen- Genossenschaft, die das Objekt in Zukunft betreiben will, sich selbst aber auch finanziell sowie mit Eigenleistungen einbringt.
Finanziell bedeutet die Summe von etwa 900.000 Euro, die die Genossenschaft aufbringen und in das ehrgeizige Vorhaben stecken will. "Dieses Geld wird aber nicht unmittelbar in den Festhallenkorpus fließen, weil dafür komplett die Stadt zuständig ist, sondern in den geplanten Anbau Brauereigaststätte", erläutert Walliser. Die Eigenleistungen wiederum wollen die Genossenschafter etwa beim anstehenden Abriss der Kegelbahn sowie des Schornsteines erbringen.
Die Stadt für ihren Teil hat neben den 400.000 Euro aus dem Konjunkturpaket noch eine halbe Million Euro zur Verfügung, die vom Landkreis stammen. Die Kommune selbst will 225.000 Euro beisteuern, sodass reichlich 1,1 Millionen Euro nur für die Sanierung der Festhalle zur Verfügung stehen. Eine weitere halbe Million befindet sich quasi in greifbarer Nähe. Diese soll aus dem Ziel-3-Programm zur Förderung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit kommen. Dafür wird ein Partner in Tschechien benötigt. In der Gemeinde Boží Dar sei der bereits gefunden, sagt Genossenschaftsmitglied Jörg Tottewitz. Die Festhalle soll dabei konkret in das Projekt "Sächsisch-Böhmische Silberstraße" integriert werden. Noch sind die Fördermittel nicht bewilligt, aber es sehe gut aus, so Walliser. Kommen die Ziel-3-Gelder, sei ein Gesamtausbau der Festhalle - inklusive Obergeschoss - möglich. Dieses könnte nach der Fertigstellung, die für 2012 anvisiert wird, zum Beispiel Vereinen zur Verfügung gestellt werden.
Von der erhofften zusätzlichen Finanzspritze unabhängig sei der geplante WC-Anbau. Dieser komme so oder so. Dieser neue WC-Trakt soll sowohl von innen über das Foyer als auch von außen erreichbar sein. Dafür würden die alten Toiletten links und rechts der Bühne beseitigt. Der Küchenbereich indes wird nur so weit auf Vordermann gebracht, dass darin per Catering angeliefertes Essen aufbereitet werden kann.


