Noch ist das Areal zwischen Adam-Ries-Museum (links), der angrenzenden Manufaktur der Träume samt Café "Schokoguschl" und dem Studienraum "Carlfriedrich Claus" in der Annaberger Innenstadt eine Baustelle. Bald aber soll der Platz mit Sitzmöglichkeiten und Grün zum Verweilen einladen. Brigitte Streek (2)
Museumsviertel erhält Wohlfühl-Zone für Gäste
Areal zwischen Manufaktur der Träume, Ries-Museum und Claus-Studienraum bietet bald Sitzplätze und Grün - Standort für Adam-Ries-Denkmal unklar
Annaberg-Buchholz. Annaberg-Buchholz. Während die Manufaktur der Träume im Gebäude Johannisgasse/Ecke Museumsgasse in Annaberg-Buchholz eingerichtet wird und die Ausstattung des Cafés "Schokoguschl" nach Plan läuft, sieht das Gelände ringsum noch aus wie eine Mondlandschaft. Bis zur Eröffnung der Manufaktur Ende Oktober aber soll laut Dagmar König, Sachgebietsleiterin Stadtplanung im Rathaus, der Platz zwischen Buchholzer Straße, der Brücke - die Manufaktur und "Erzhammer" verbindet - sowie Adam-Ries-Museum und Studienraum Carlfriedrich Claus neu gestaltet sein. Wenn die derzeit laufenden Tiefbauarbeiten abgeschlossen sind, erhält er Granitpflaster. Entstehen wird im kleinen Museumsviertel eine verkehrsberuhigte, bordfreie Aufenthaltszone, die das Stadtbild verschönt und vor allem als Ruhepol für die Besucher der Museen sowie des Café-Außenbereichs gedacht ist.
Platz wird Fußgängerzone
Die Fußgängerzone Buchholzer Straße wird deshalb in diesen Bereich hinein erweitert und ein Poller von der Johannisgasse aus aufgestellt, sodass künftig nur noch Anwohner- und Lieferverkehr möglich ist. "Wer bei uns ins Museum geht, sollte das mit Muse tun können und danach nicht gleich wieder einen unruhigen Platz betreten müssen", so Dagmar König.
Geplant ist, im Areal einen großen Spitzahorn zu pflanzen sowie mehrere Kübel mit blühenden Büschen und Sitzelemente aus Granit aufzustellen. Auf Holzauflagen für diese wolle man wegen der hohen Sonneneinstrahlung auf dem Platz verzichten, sagt die Sachgebietsleiterin. Außerdem sollen Stelen mit entsprechenden Infotafeln nahe den drei Museumsbereichen die Gäste auf deren Innenleben einstimmen. Für Straßenbauarbeiten, Granitbänke und den Baum wurden laut Stadt etwa 137.000 Euro veranschlagt.
Die drei Stelen sind nach Angaben von Dagmar König drei von mehreren, die künftig an geschichtlich bedeutsamen Orten in Annaberg und Buchholz aufgestellt werden sollen, um mit Erklärungen sowie Bildern Gäste neugierig zu machen und sie durch die Stadt zu leiten.
Als erste Stele des kulturhistorischen Rundkurses soll allerdings im Zusammenhang mit dem Ausbau von Fleischergasse und -platz die am einstigen Mühlentor zwischen Parkhaus Gehrisch Ruh und dem Malzhaus an der Fleischergasse stehen.
Kopfzerbrechen um Denkmal
Kopfzerbrechen bereitet Stadt und Adam-Ries-Bund gegenwärtig noch der künftige Standort des Sockels mit der Adam-Ries-Büste, die - wie ursprünglich geplant und von vielen Kreisstädtern gewünscht - nahe dem Ries-Museum aufgestellt werden sollte. "Wir haben noch keine geeignete Stelle gefunden", sagt Dagmar König. "Ein Denkmal muss wirken, und es gibt keine größere ruhige Wandfläche als Hintergrund auf dem Platz."
Bei einer Beratung nächste Woche mit Vertretern des Ries-Bundes solle eine Entscheidung zum Standort der Büste fallen, die jetzt, bald zugewachsen von Grün an einem zumeist verwaisten Gotteshaus - an der Trinitatiskirche - ein unbeachtetes Dasein fristet. Kommentar


