Der Motorradfahrer hatte aus ungeklärten Gründen Vollgas gegeben und war auf dem Hinterrad in die Gruppe gefahren. Der Motorradfahrer hatte aus ungeklärten Gründen Vollgas gegeben und war auf dem Hinterrad in die Gruppe gefahren.

Foto: Härtelpress

Oberwiesenthal: Biker rast in Menschengruppe

Rentner mit Rollator, Ehefrau und Tochter schwer verletzt

Oberwiesenthal. Ein Motorradfahrer ist am Pfingstsonntag auf dem Fichtelberg in eine Menschengruppe gefahren. Wie die Polizei am Montag meldete, wurden dabei zwei Rentner und eine 49-Jährige schwer verletzt.

Den Angaben zufolge kam der 45-jährige Biker mit seiner Yamaha gegen 12 Uhr auf der Fichtelbergstraße von der Fahrbahn ab und geriet auf den unbefestigten Randstreifen. Aus ungeklärter Ursache gab er Vollgas, sodass das Motorrad unkontrolliert aufstieg und auf dem Hinterrad in eine Personengruppe hineinfuhr.

Ein 84-Jähriger, der mit seinem Rollator unterwegs war, seine 72-jährige Ehefrau und deren 49-jährige Tochter erlitten schwere Verletzungen. Der aus Bayern stammende Motorradfahrer wurde nicht verletzt. Bike wurde zur technischen Begutachtung beschlagnahmt. Im Einsatz waren mehrere Rettungswagen und ein Hubschrauber. (fp)
 

 

 
erschienen am 28.05.2012
© Copyright Chemnitzer Verlag und Druck GmbH & Co. KG
 
Kommentare
22
(Anmeldung erforderlich)
  • 01.06.2012
    21:34 Uhr

    Cortana: Tragisch was hier passiert ist, aber auch ich denke nicht, dass es pure Absicht des Bikers war die drei Passanten anzufahren.
    Er wird sich selbst genug Vorwürfe machen und den Ablauf immer wieder im Kopf durchgehen und sich fragen, was er falsch gemacht hat.

    Weiß jemand wie es den Unfallopfern geht?


    Die Glaubwürdigkeit von Zeitungen und Medien beträgt auch heutzutage keine 100%.
    Wie die Userin Nyah es verfasst hat, spielt die eigene Subjektivität des Verfassers eine große Rolle.

    Die Anwendung von stilistischen/sprachlichen Mitteln und entsprechende Wortwahl sowie Bildern oder anderen Visualisierungen sorgt nicht nur für die Aufmerksamkeit des Lesers, sondern kann auch zu einer Vorverurteilung führen.

    Die Freie Presse stempelt den Motorradfahrer gleich als Rowdie ab, wenn man dem Titel entnimmt.
    Der von Nyah erwähnte Titel stammt von der Bild Zeitung. Das Wort Rollator-Opa klingt wahrlich negativ und ich denke, niemand der älteren Leute mit dieser Gehilfe, möchte so bezeichnet werden.
    Die Bildzeitung drückt hier auf die Tränendrüse. Ein Opa ist an sich ein wehrloser Mensch und durch den Zusatz Rollator wird das ganze übertrieben dargestellt. Typisch Bild.

    Wir haben in der Schule verschiedene Zeitungen und Zeitschriften analysiert, eher interpretiert. Entschuldigt, wenn ich das hier so intensiv bespreche.

    Wenn man hier so manches Kommentar liest, bekommt man richtig Angst.
    Man sollte eine Gruppe von Verkehrsteilnehmern nicht schlecht reden, nur weil ein paar wenige über die Stränge schlagen.

    Als Radfahrerin könnte ich mich über andere Fahrradnutzer genauso aufregen. Wie oft kam mir auf meinem Radweg ein sehr flotter Fahrer entegegen und ist nicht auf der richtigen Seite des Radweges gefahren. Oder die rasante Fahrweise ein paar Zweiradtreter in Fußgängerzonen?!
    Aber deswegen sind nicht alle Radfahrer so!




    0 1
     
  • 01.06.2012
    18:39 Uhr

    Nyah: Die Information erhält die Presse meist von der Polizei (siehe Kommentar vom Moderator) und diese Information hat die Polizei von Zeugen & Beteiligten.
    Das solche Aussagen grundsätzlich sehr subjektiv sind, ist eindeutig klar.

    Dazu kommt die Umformulierung des Reporters (es muss sich ja dramatisch anhören).
    Nachrichten und Aussagen sollte man als Leser immer auseinander nehmen und bewerten. Zwischen den Zeilen lesen, ist das wichtigste.

    Nebenbei schreibt eine andere Zeitung folgende Überschrift: "Rollator-Opa von Motorradfahrer umgefahren"
    Im entsprechenden Artikel taucht dann auch wieder sinngemäß der Satz auf, dass "der Motorradfahrer auf dem Randstreifen Vollgas gab", aber im Titel steht halt kein Vollgas. Dafür hat man für den Rentner einen Begriff gewählt, der etwas abwertend klingt.
    Rollator-Opa: Ein wohl sehr alter Mensch 70+ der nicht mehr richtig laufen kann, eventuell auch nur kurze Strecken. Wenn Opa klischeehaft für alten Mann steht, dann kann es darauf deuten, dass der Mensch in seinen Sinnen (hören, sehen) und seiner Reaktionsfähigkeit ebenfalls eingeschränkt ist.
    Nur mal ein Beispiel, wie man Überschriften interpretiert bzw. was der Journalist beim Leser für einen Ersteindruck bezwecken will.

    Was ist Vollgas geben den?
    Vollgas ist meiner Meinung nach, wenn ich das Pedal oder den Gasgriff bis zum Anschlag durchtrete bzw. ziehe.

    Ich persönlich nehme an, der Biker hat Gas gegeben, aber sicher kein Vollgas.
    Für viele Nicht-Motorradfahrer hören sich z.B. 5000 Umdrehungen wie Vollgas an. Und wenn so mancher Biker seine Maschine auf 10.000 Umdrehung bringt, klingt das eventuell, als würde die Kiste gleich auseinander fliegen.

    Der Motorradfahrer wird eventuell ein Schmerzensgeld zahlen müssen.
    Aber er wird nicht wegen Vorsatz bestraft werden.

    Kein normaler Mensch fährt freiwillig jemand an. Und an solch einem belebten Ort und dazu Feiertag weiß eigentlich jeder, dass viel Menschenauflauf ist.


    Der von 809626 formulierte Vergleich mit der "Papiertonne" war wohl wahrlich etwas unpassend gewählt.

    0 3
     
  • 31.05.2012
    14:07 Uhr

    Moderator: Olib, selbstverständlich haben wir uns in dem Artikel an die Aussage der Polizei gehalten, die gemeldet hat, dass der Biker Vollgas gegeben habe. Aber eben aus ungeklärten Gründen, wie auch im Artikel so formuliert.

    0 0
     
  • 31.05.2012
    13:25 Uhr

    olib: Der Artikel der Freie Presse ist in einem bestimmen Ton geschrieben, der den Eindruck der Raserei vermittelt ("rast in Menschengruppe", "gab er Vollgas"). Der verantwortliche Journalist hat dies bestimmt sorgfältig recherchiert, schon weil es sonst eventuell rechtliche Probleme geben würde. Außerdem halte ich die Freie Presse schon für eine seriöse Tageszeitung.

    Die Gemeinschaft der Motorradfahrer stellt das Problem hier aus ihrer Sicht dar und versucht den Motorradfahrer mit einer eigenen, eher unwahrscheinlichen Theorie zu entlasten. Es war eben einfach tragischer Umstand, so als hätte die Rentner einfach ein Blitz getroffen. Der Artikel spricht aber eine deutlich andere Sprache.

    Grund meines ersten Kommentars war eigentlich nur diese zynische Aussage von 809626, welche ich sehr unmenschlich Finde:

    "Daß in der Nähe keine leere Papiertonne, sondern Rentner standen, ist tragisch und Ironie des Schicksals."

    Ich habe ich auf dem verlinkten Blog von 809626 eingelesen. Er ist offenbar ein absoluter Ausnahmefall als Biker, fährt vernünftig und ärgert sich über rasende "Kollegen". Umso erstaunlicher finde ich seinen oben zitierten Vergleich.

    Ob die Freie Presse in dem Artikel die Tatsache falsch darstellt oder nicht: Ein Urteil spricht der Richter und der Motorradfahrer muss sich bestimmt verantworten. Warten wir es ab...

    Zitat aus dem Blog 809626:

    "Macht ein Autofahrer Mist im Straßenverkehr, dann ist es DER Autofahrer. Macht ein Motorradfahrer Mist, dann sind es DIE Motorradfahrer, oder am besten gleich ALLE!"

    Warum ist das so, doch nicht ohne Grund? Weil eben etwas Wahres dran ist... Das Image ist leider "hart erarbeitet".


    1 0
     
  • 30.05.2012
    19:49 Uhr

    Nyah: Natürlich sind Biker gegenüber Kritik aufgeschlossen, nur vielleicht nicht alle. Es gibt immer uneinsichtige!
    Und warum darf ich meine Kollegen nicht kritisieren? Wenn mir etwas missfällt, dann mach ich das auch.

    Ich versuche meine eigene Fahrweise ja auch ständig zu verbessern.
    Warum glaubst du wohl, benutze ich eine Kamera bei der Fahrt?
    Somit kann ich nicht nur tolle Urlaubsfilme erstellen, sondern mir die brenzlige Situation nocheinmal ansehen und allgemein meine Fahrweise/-line beurteilen und verbessern.

    Macht doch die Polizei mit diesen Videoautos/-motorrädern auch so oder nicht?
    Angucken und dann drüber nachdenken, was man falsch gemacht hat.

    Es gibt Kurven, die kannst du natürlich nicht mit 100km/h fahren.
    Ich rede von einer Kurve wo das geht, da heben manche Autofahrer ihre Dose um die Ecke, wie beim Abbiegen. Nebenbei wird natürlich auch die Gegenfahrban benutzt.

    Und ich habe kein Problem bei 100km/h mir die Landschaft anzusehen. Du kannst nur nich Hans guck in die luft spielen, weil da wo du hinschaust, fährst du als Biker hin.
    Die Kurven innerhalb der Geschwindigkeitsbegrenzung flüssig zu fahren, ist ja auch nicht verkehrt oder?

    Man muss es jan icht übertreiben, wie die hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=ihwLAmsKuw8

    Und was Autofahrer als Sicherheitsabstand bezeichnen, ist oft ein Witz. Die Hauptunfallursachen auf deutschen Straßens sind zu hohe Geschwindigkeit und zu geringer Abstand.
    Und wenn ein Motorradfahrer eine Kolonne (jedes Auto einzeln) überholt, quetscht er sich danach nicht mittig zw. die Autos. Er fäht zum Auto versetz Richtung Mittellinie. So kann er bei einer Gefahrenbremsung am Auto vorbeibremsen und gleichzeitig überblickt er den Gegenverkehr und Fahrbahn besser.

    Und wenn man als Autofahrer auf einer kurvigen Strecke unterwegs ist, muss man mit Motorradfahrern rechnen! Dazu auch einfach mal öfters in den Spiegel schauen und normal weiter fahren!
    Und man kann auch einfach mal Platz machen, also fährt auf der Fahrspur rechts. Der Biker wirds sich dann bedanken, in dem er den Fuß austreckt.

    Und wenn du wirklich jedes Wort eine Reporters genau nimmst, tust du mir echt Leid.
    Wahrscheinlich glaubst du auch jedem Wort, dass die Bildzeitung schreibt :D

    Das "rasen" sollte wohl er den Aspekt des Vollgas gebens und der darauffolgenden Fahrt in die Fußgänger in einem Wort erklären.
    Der Biker wird ja wohl vorher kaum mit überhöhter Geschwindigkeit gefahren sein.


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