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20 Jahre lang war der jahrhundertealte Herrschaftssitz in Schlettau das Reich von Manfred Drechsel.

Foto: Brigitte Streek/Archiv Bild 1 / 2

Schloss Schlettau verliert seinen Schlossherren

Im alten Herrschaftssitz in Schlettau herrscht Trauer: Der Förderverein hat seinen langjährigen Vorsitzenden verloren. Doch Manfred Drechsel war weit mehr.

Von Antje Flath
erschienen am 27.02.2016

Schlettau. Nach dem schwierigen Jahr 2015, in dem unter anderem eine drohende Insolvenz abgewendet werden konnte, sieht sich der Förderverein des Schlosses Schlettau in diesen Tagen mit der nächsten schockierenden Nachricht konfrontiert: Der langjährige geschäftsführende Vorsitzende Manfred Drechsel hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Doch der Verein hat damit weit mehr verloren.

Denn 20 Jahre lang war Manfred Drechsel "praktisch jeden Tag vor Ort", berichtet Dieter Rausendorff, als Ehrenvorsitzender des Vereines einer der Wegbegleiter. "Manfred kennt jeden Nagel, jede Schraube und jede Leitung im Schloss", heißt es im Verein. Kein Wunder, hat er doch als einer der Mitinitiatoren des Fördervereines die umfangreichen Baumaßnahmen und Restaurierungsarbeiten im Schloss organisiert und begleitet, dabei auch stets selbst tatkräftig mit angepackt. Auch an der späteren Ausgestaltung der Räume war er mit seinem Geschichts- und anderen Fachkenntnissen maßgeblich beteiligt. Als schließlich der Nutzungsbetrieb im Schloss anlief, gestaltete er wesentlich die Leitungs- und Verwaltungsarbeit mit, würdigt Dieter Rausendorff das unermüdliche Engagement: "Manfred Drechsel war eigentlich immer einsatzbereit, auch wenn es nachts oder an Wochenende erforderlich war. Und das war es oft." Dabei strebte er stets nach einer guten und harmonischen Zusammenarbeit mit alles Beteiligten, "auch wenn die zu lösenden Probleme erheblich waren", erinnert sich der langjährige Wegbegleiter. Zu den Attraktivitäten des Schlosses, die ihm besonders am Herzen lagen, gehörten unter anderem die Verbindung in die benachbarte Tschechische Republik und die Wanderungen zur Ruine Hassenstein, das Musikfestival "2000+1 Nacht" und die Mitternachtsführungen mit dem Schlossgeist. Aber auch als Weihnachtsmann war er in der Advents- und Weihnachtszeit aktiv.

Manfred Drechsel hinterlässt eine große Lücke. Doch sie ist für die Vereinsmitglieder zugleich Verpflichtung, seine erfolgreiche Arbeit fortzuführen.

 
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