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Foto: Stefan Puchner/dpa

Sparkasse kürzt weitere Leistungen

Zinsen auf Rekordtief, sinkende Einnahmen, Mehrkosten. Das Geldinstitut steht - wie andere auch - unter enormem Druck.

Von Andreas Luksch
erschienen am 19.03.2016

Annaberg-Buchholz. Die Kunden der Sparkasse müssen sich auf eine weitere Reduzierung der Leistungen einstellen. Die vor drei Jahren eingeleiteten Kostensenkungen etwa durch Personalabbau und Filialschließungen haben laut Roland Manz zwar "spürbare Effekte" gebracht. Doch angesichts der Nullzinspolitik räumte der Chef der Erzgebirgssparkasse jetzt ein: "Wir müssen weiter handeln, um den Erhalt der Sparkasse zu sichern."

Für die Kunden des Geldinstituts bringt das erneut einiges an Veränderungen mit sich. "Jedoch nicht so einschneidend wie seit 2013", versichert André Leonhardt vom Vorstandsstab. Es würden keine Abstriche an den 119 Sparkassen-Standorten und Anlaufstellen gemacht. Lediglich die fünf Filialen in Zöblitz, Gornsdorf, Elterlein, Bernsbach und Rittersgrün werden ab 1. Juli in 24-Stunden-SB-Filialen umgewandelt. Dort könne man weiter Geld abheben und Kontoauszüge ausdrucken. Auch Überweisungen seien möglich. "In Bernsbach sogar wieder per elektronischem Überweisungsgerät", kündigt Leonhardt an. Die Sparkassenberater stünden in diesen Filialen ihren Kunden noch bis zum Jahresende für Beratungen nach Terminvereinbarung zur Verfügung. Danach wechseln sie in eine der nächstgelegenen Filialen.

Statt den bisher vier S-Beratungs-Centern in Aue, Stollberg, Annaberg und Marienberg wird es künftig aber 21 geben. Vorteil: Dort können dann die umfangreichen Beratungs- und Serviceleistungen zu erweiterten Öffnungszeiten genutzt werden. Kehrseite: In den weiteren 33 S-Beratungs-Filialen steht zwar auch künftig das gesamte Leistungsspektrum zur Verfügung, doch nicht mehr an allen Tagen: Ab 1. Juli bleiben diese jeweils mittwochs geschlossen. Bei 15 kleineren dieser Filialen wird der persönliche Service entweder Montag und Donnerstag oder Dienstag und Freitag angeboten. Die "wenig nachgefragte" Öffnung an einem Samstag im Monat wird generell eingestellt. Leonhardt verweist aber darauf, dass sich an den Beratungszeiten nichts ändert. "Beratungstermine können unabhängig von den Servicezeiten von Montag bis Samstag jeweils von 8 bis 20 Uhr in allen Filialen vereinbart werden." Und auf Wunsch komme der Sparkassenberater auch nach Hause.

Laut Leonhardt ziehen die Veränderungen keine Entlassungen nach sich, "jedoch Arbeitszeitreduzierungen." Zudem gebe es einige Aufhebungsverträge. Wie viel, konnte er gestern nicht sagen.

Gerüchte, dass die Erzgebirgssparkasse mit der Sparkasse Chemnitz fusioniert, dementierte Leonhardt. "Absurd. Was es gibt, sind Gespräche mit anderen Sparkassen über einheitliche Prozessmodule und eine spätere Kooperation."

 
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Sparkasse kürzt weitere Leistungen
Kommentar: Einbußen kontra Zukunft
 
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Kommentare
3
(Anmeldung erforderlich)
  • 20.03.2016
    14:00 Uhr

    cspangemann: @XMen: Andere Banken arbeiten auch nicht umsonst. Da werden die Kosten nur besser vor den Kunden versteckt. Letztendlich haben die Sparkassen zudem einen öffentlichen Versorgungsauftrag, den private Banken nicht haben. Dies hat den Nachteil, dass man sich nicht auf eine bestimmte Zielgruppe spezialisieren darf, sondern einen guten Kompromiss für alle Kunden finden muss. Kompromisse sind immer teuer und müssen finanziert werden. Es ist doch völlig logisch, dass die Sparkassen jetzt schon beginnen müssen, ihre Strukturkonzepte an die Gegebenheiten der nächsten 10 Jahre anzupassen und die nächsten 10 Jahre bedeuten nun mal u.a. deutlich weniger Kunden, die einen Schalter in Anspruch nehmen. Gleichermaßen muss in eine immer leistungsfähigere IT-Infrastruktur investiert werden, um den Vernetzungsbedürfnissen der neuen Generation gerecht werden zu können.
    Noch ein Satz zu alternativen Banken: Auch wenn diese aus Sicht des jeweiligen Einzelfalls deutlich günstiger bzw. kostenlos erscheinen - Die Infrastruktur der Sparkassen zahlt trotzdem jeder, im Zweifelsfall unfreiwillig über Steuergeld. Von daher ist es für mich völlig logisch, Kunde zu bleiben – auch wenn mir bestimmte Entscheidungen nicht so gefallen.

    2 1
     
  • 19.03.2016
    13:22 Uhr

    xmen82: Kein Wunder das immer mehr Leute zu anderen Banken wechseln! Wie will die Sparkasse da noch konkurrenzfähig sein?

    1 5
     
  • 19.03.2016
    10:29 Uhr

    Soundnichtanders: Wenn die Kunden schon nicht am jahrelang sehr auskömmlichen Ertrag des Kreditinstitutes beteiligt werden müssen sie doch am schwindenden Ertrag um so mehr beteiligt werden. Wie war noch mal der öffentliche Auftrag der Sparkassen?!

    1 7
     

 
 
 
 
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