Suppenkönige Ina Richter und Ulrich Beutel schmeckte, was ihre Ehepartner und die amtierenden Suppenkönige von Neudorf gekocht hatten. Hinten die "Kings" Monika Beutel und Jens Richter.

Foto: Christine Bergmann

Zwei Suppenkönige bei Kirmes gekrönt

Schwierig: Jury muss Beste aus 18 Süppchen auswählen

Neudorf. Neudorf. Die Suppen-Eminenz 2010 ist am Sonntag bei der Kirmes in Neudorf gekürt worden. Nach einem Marathon im Verkosten von 18eingereichten Suppen setzte die Jury gleich zwei Köche auf den ersten Platz im traditionellen Suppenkochwettbewerb. Sie heißen Monika Beutel und Jens Richter. Beide sind aus Neudorf, und beide nahmen zum ersten Mal am Wettstreit teil.

"Ich hätte nie gedacht, dass ich es so weit nach vorn schaffe", staunte Jens Richter. Der Forstwirt und Familienvater kocht schon immer leidenschaftlich gern. Das Rezept für seine Spargelsuppe ist aufwändig. Er bekam es von einem Arbeitskollegen und begann schon am Freitag mit der Zubereitung. Auch Monika Beutel war total überrascht. Sie kochte sich mit einer Holundersuppe ganz nach vorn. "Die heißt bei uns das ,Gute-Laune-Süppchen'", verriet die Erzgebirgerin. "Immer, wenn ihr Duft durch die Wohnung zieht, freuen sich alle auf den baldigen Genuss." "Mut wird belohnt", erklärte Monika Beutel, denn auch sie musste, genau wie Jens Richter, erstmal überredet werden teilzunehmen.

Auf Platz zwei des Vergleichs kam Hannelore Bauer aus Sehma, die ebenfalls eine Holundersuppe zubereitete. Platz drei sicherte sich Monique Süß aus Kamenz mit einer Waldpilzcremesuppe.

"Die Bewertung war total schwer", erklärte Juror Martin Paulus. Der Küchenmeister aus Herzogenaurach bei Nürnberg fand vor allem die Stimmung im Saal des "Kaiserhofes" und an den Kirmesschauplätzen ringsum "spitzenmäßig". Dazu gehörten ebenso die Angebote für die Kinder auf dem Festplatz neben dem einstigen Rathaus. "Gut, dass so etwas noch auf die Beine gestellt wird", meinten Jutta und Wolfgang Friebe aus Gelenau. Sie wollten das suppenländische Flair von Neudorf einfach mal kennen lernen und waren begeistert.

Das Besucherinteresse riss vom Anlöffeln des Festes durch Bürgermeister Udo Ott und Pfarrer Nico Piehler kurz nach dem Mittagessen bis zum Märchenspiel der Jungen Gemeinde nicht ab. Da wurde es nochmal richtig spannend. Bei "Schneeweißchen und Rosenrot" wurden die erzgebirgische Mentalität und Ortstypisches deftig und märchenhaft auf die Schippe genommen - ein gelungener Kirmesabschluss für die ganze Familie. "Es ist genau so, wie wir es uns als Organisatoren gewünscht haben: einfallsreich, spannend und ungekünstelt", so Kerstin Jahn.

 
erschienen am 24.10.2010 ( Von Christine Bergmann )
 
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