Diese Uhr hatte der Täter im Revier versteckt.
Foto: Polizei
Aue/Zwickau: Mutmaßlicher Bombendroher ist polizeibekannt
Gegen den Auer liefen bereits mehrere Ermittlungsverfahren
Aue/Zwickau. Der mutmaßliche Bombendroher von Aue ist offenbar kein unbeschriebenes Blatt. Wie aus Polizeikreisen bekannt wurde, waren gegen den 19-jährigen Jugendlichen bereits mehrere Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Diebstahl und Bedrohung anhängig.
Außerdem prüfen die Ermittler des Dezernats 1 für gemeingefährliche Straftaten der zuständigen Polizeidirektion Südwestsachsen derzeit, ob der Tatverdächtige auch in Verbindung mit dem Fall eines Notruf-Missbrauchs steht, als Rettungskräfte der Feuerwehr zu einem Brand geschickt wurden, obwohl es gar keinen gab. Polizeisprecher Jan Meinel bestätigte am Montag: "Ja, der Tatverdächtige ist polizeibekannt."
Der arbeitslose Mann aus Aue steht im Verdacht, in der Nacht vom 2. auf den 3. Juli aus einer Telefonzelle am Postplatz in Aue die Polizei angerufen und sinngemäß gesagt zu haben: "Ich habe eine Bombe im Revier versteckt. Ihr habt eine Stunde Zeit, das Gebäude zu verlassen." Der Anruf hat nach Polizeiangaben insgesamt acht Sekunden gedauert. Das Gebäude, in dem sich zum Zeitpunkt der mysteriösen Bombendrohung zwölf Polizisten aufhielten, wurde sofort evakuiert. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes beim Landeskriminalamt (LKA) aus Dresden rückten an und fanden im Vorraum des Auer Polizeireviers tatsächlich ein Päckchen, aus dem tickende Geräusche kamen. In dem Karton befand sich eine schlichte Tischuhr - eine "Bombenattrappe".
Vorige Woche führten Zeugenhinweise zum Tatverdächtigen aus Aue. Bis jetzt streitet er die Tat aber ab. Das Päckchen mit der Tischuhr sowie DNA-Spuren und Fingerabdrücke befinden sich gegenwärtig beim LKA. Polizeisprecher Meinel: "Noch in diesem Monat, spätestens Anfang August, rechnen wir mit den Ergebnissen."

