Auf die Kirche in Sosa kommen in diesem Jahr umfangreiche Bauarbeiten zu. Deckenbalken und Dachkonstruktion des Kirchenschiffes sind stellenweise durch Fäulnis und Schwammbefall stark geschädigt. Im Mauerwerk haben sich bereits Risse gebildet. Deshalb werden die Balken beginnend im Frühjahr saniert. Außerdem soll das Kirchendach erneuert werden. Die Gesamtbaukosten betragen etwa 285.000 Euro. Die Kirchgemeinde hat Fördermittel beantragt. Die Gemeinde Sosa gibt einen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro.
Foto: Marcel Weidlich
Gemeinde Sosa will ohne Kredit auskommen
Kommune kann 2010 rund eine Million Euro investieren - Straßenlampen sollen Strom sparen
Sosa. Rund eine Million Euro will die Gemeinde Sosa in diesem Jahr für den Ausbau ihrer Infrastruktur ausgeben. Der Löwenanteil entfällt auf die Umgestaltung des Busplatzes. Für ihn stehen 643.000 Euro zur Verfügung, von denen 80 Prozent aus Fördermitteln kommen, informierte Bürgermeister Bernhard Teubner (CDU).
Der Busplatz ist derzeit bloß eine asphaltierte Fläche. Er sorgt immer wieder für Ärger im Dorf, weil bei starkem Regen die unterhalb des Platzes liegenden Grundstücke überschwemmt werden. Im Zuge der Sanierung bekommt der Platz eine Entwässerung. Außerdem sind Grünflächen zur Auflockerung sowie Pkw-Stellplätze geplant. Die Arbeiten sollen im Frühjahr, voraussichtlich bereits im April, beginnen.
Für 122.000 Euro soll ein Teilstück der Straße auf dem Dürrerberg ausgebaut werden. Auch ein Teil der Auer Straße ist für eine Sanierung eingeplant. Der Fußweg am Hillering soll fertiggebaut, und der Weg am Fröhlichwald begonnen werden. In der Sosaer Grundschule ist geplant, mit rund 52.000 Euro die energetische Sanierung abzuschließen. 94.000 Euro stehen für Reparaturen zur Verfügung, beispielsweise an kommunalen Gebäuden, Bachläufen und dem Spielplatz.
Auf dem ehemaligen Blema-Gelände ist die Verlegung einer Trink- und Abwasserleitung vorgesehen. Laut Bürgermeister Teubner soll das Areal damit für eine spätere Neubebauung vorbereitet werden.
Für die weitere Sanierung der Sosaer Kirche will die Gemeinde in diesem Jahr einen Zuschuss in Höhe von 15.000 Euro geben.
Große Sprünge kann der 2000-Einwohner-Ort unterm Strich also nicht machen. "Aber wir haben eine stabile Kassenlage", sagt Teubner. "Wenn wir weiterhin sparsam wirtschaften, werden wir auch die Jahre bis 2012 überstehen, ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen." Allerdings sei die Schmerzgrenze für Einsparungen fast erreicht. "Da sind keine großartigen Stellmöglichkeiten mehr", so der Bürgermeister.
Einige Bedeutung kommt daher der ebenfalls für dieses Jahr geplanten Sanierung der Straßenbeleuchtung zu. Alle 435 Leuchten sollen auf Energiesparlampen umgestellt werden. "Wie viel wir damit künftig an Stromkosten einsparen, wissen wir aber noch nicht", meint Teubner. Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen jedoch, dass bei 435 Leuchten mehr als 20.000 Euro pro Jahr möglich sind.
Alle Maßnahmen sind Bestandteil des Sosaer Haushaltsplanes, der seit Montag im Gemeindeamt öffentlich ausgelegt ist.


