Mädchen und Jungen von der Auer Brünlasbergschule für geistig Behinderte haben im Bad Schlemaer Kulturhaus "Aktivist" vor knapp 500 Zuschauern das Musical "Paule Papagei" aufgeführt. Die Vorbereitungen unter Regie von Musiklehrer Jan Hermsdorf dauerten ein Jahr.
Foto: Marcel Weidlich
Mimen flattern mit "Paule Papagei" über Bühne
Mädchen und Jungen der Brünlasbergschule Aue führen im Bad Schlemaer Kulturhaus Musical auf - Vorstellung vor 500 Zuschauern
Aue. Aue/Bad Schlema. Das verlangt eine Menge Mut: Vor etwa 500 Besuchern haben am Freitag 18 Mädchen und Jungen der Auer Brünlasbergschule für geistig Behinderte im Bad Schlemaer Kulturhaus "Aktivist" das Musical "Paule Papagei" aufgeführt. "Ein gelungener Auftritt. Zumal einige sehr aufgeregt waren und großes Lampenfieber hatten. Aber selbst mir war ja vor lauter Nervosität ein bisschen schlecht", erklärt Jan Hermsdorf.
Der Musiklehrer hatte das Stück ein Jahr lang mit den Schülern vorbereitet. Dazu gehörte nicht nur das Pauken von Texten und Liedern, sondern auch der Bau von Kulissen und Requisiten. Für Jan Hermsdorf zählte vor allem, dass sich die Mitwirkenden trauen, ins Rampenlicht zu treten und die Herausforderung annehmen. "Damit haben sie bewiesen, dass sie etwas leisten können. Diese Gelegenheit erhalten geistig Behinderte nicht oft." Neben der Vorstellung vor Schülern aus dem ganzen Altkreis Aue-Schwarzenberg standen die Brünlasberger bereits am Donnerstagabend auf der Bühne. "Da saßen rund 100 Eltern im Saal", so Hermsdorf, der bereits das nächste Projekt dieser Art im Kopf hat. Das Musical "Paule Papagei" stammt übrigens aus der Feder von Siegfried Fietz und Daniela Dicker. Unterstützt von einer Kampagne des Bundesministeriums handelt das Stück von Respekt vor Kindern und einer gewaltfreien Erziehung.


