Rauchzeichen aus der Mühle

Eibenstock hofft auf baldigen Produktionsneustart im Energiezentrum bei Wilzschhaus

Eibenstock. Eibenstock. Es tut sich offenbar etwas in Sachen Wiederbeleben des Energiezentrums Wilzschmühle. Wenn alles glattgeht, könnte im August oder September die Produktion von Holzbriketts neu anlaufen. "Parallel dazu sollen dann auch Holzhackschnitzel hergestellt werden", sagte jetzt Eibenstocks Bürgermeister Uwe Staab. Das freut ihn, schließlich ist die Kommune an der Energie Eibenstock GmbH und Co. KG beteiligt, die hinter dem Ganzen steht.

Der wichtigste Schritt auf dem Weg zum Produktionsstart steht Ende Juli auf dem Programm. "Dann gibt es voraussichtlich den Notartermin mit dem Insolvenzverwalter zum Kauf des Areals", berichtete Staab. "Die Banken haben natürlich das letzte Wort, was die Finanzierung angeht", so das Stadtoberhaupt. Aber die Gespräche mit den Kreditinstituten seien soweit abgeschlossen, zeigte sich Staab optimistisch, dass es am Standort des Anfang 2009 erst durch eine Explosion schwer beschädigten und wenig später in die Pleite geschlitterten Energiezentrums bald unter neuer Flagge weitergeht.

An der Energie Eibenstock GmbH und Co. KG sind neben der Stadt einige private Investoren beteiligt. Gemeinsam wollen sie auf dem Gelände des ehemaligen Sägewerks zwischen Carlsfeld und Wilzschhaus einerseits Brennstoffe aus Holz produzieren. Andererseits ist auch das Errichten und Betreiben dezentraler Wärmeversorgungsanlagen als Geschäftsfeld vorgesehen. Letzteres wird laut Staab aber wohl erst später beackert werden.

Die Kommune ist aus gutem Grund in die Firma eingestiegen. Soll die Stadt doch zugleich einer der großen Kunden des Unternehmens werden. Die Eibenstocker hoffen nämlich, ihren immensen Eigenbedarf an Holzhackschnitzeln auf diese Weise günstig und qualitätsgerecht decken zu können. Schließlich betreibt Eibenstock in der Mittelschule ein mit diesem Brennstoff befeuertes Nahwärmezentrum, das mehrere große Gebäude versorgt, unter anderem das Rathaus. Auch mit dem Blick auf die Häuser der Wohnungsbaugesellschaft und auf die Badegärten setzt Uwe Staab große Hoffnungen in das Projekt. Nicht zu vergessen, dass vor dem Bau der ursprünglichen Holzbrikettfirma rund 360.000 Euro für Kauf und Sanierung der Sägewerksbrache durch die Stadt und über Förderprogramme ausgegeben worden waren.

 
erschienen am 09.07.2010 ( Von Kjell Riedel )
 
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