Foto: Tilo Steiner
Weihnachtsmarkt in Aue geht ab diesem Jahr einen neuen Weg
Große Bergparade bekommt gänzlich neue Streckenführung
Aue . Der Weihnachtsmarkt in Aue hat es schwer. Zwar geht seine Tradition bis in das Jahr 1632 zurück, als die Stadt das Privileg zur Durchführung des Katharinenmarktes erhielt, der jeweils am 25. November so eine Art Vorläufer war. Doch der Auer Weihnachtsmarkt steht seit eh und je im Schatten der großen Märkte in Schwarzenberg, Schneeberg oder Annaberg-Buchholz. So will die Stadt Aue mit Neuerungen ihren "Raachermannelmarkt" - so heißt er seit 1998 - attraktiver machen und mehr Publikum anlocken.
Finale am Blauen Engel
Deshalb haben die Organisatoren die Streckenführung der diesjährigen Großen Bergparade des Sächsischen Landesverbandes der Bergmanns-, Hütten- und Knappenvereine im Vergleich zu den Vorjahren geändert. Sie endet 2011 nicht mehr im relativ abgelegenen Stadtgarten, sondern vor der reizvollen Kulisse des zentraler gelegenen Hotels "Blauer Engel".
Der Aufbau des Weihnachtsmarktes, der am 26. November eröffnet wird und am 11. Dezember endet, beginnt schon diesen Donnerstag. "In die Vorbereitungen flossen die Überlegungen zu dieser neuen Streckenführung mit ein. Vor dem Blauen Engel erhoffen wir uns ganz einfach mehr Zuschauer", sagt Bärbel Kutz von der Abteilung Wirtschaftsförderung, Tourismus und Stadtmarketing im Rathaus. So startet die Große Bergparade am 27. November, dem 1. Advent, um 17 Uhr am Anton-Günther-Platz. Sie führt unter anderem über Goethestraße, Schneeberger Straße zur Bahnhofstraße und Hotel "Blauer Engel". Dort findet das Abschlusszeremoniell statt. An der Bergparade, die dieses Jahr in Aue zum vierten Mal veranstaltet wird, nehmen 330 Uniformträger und 130 Mitglieder von Bergkapellen teil. Laut Aussage der Stadtverwaltung ist die Auer Bergparade damit größer als die in Schneeberg.
Weniger Stände als sonst
Insgesamt gesehen hat der Auer Weihnachtsmarkt aber schwer zu kämpfen. Immer weniger Händler und Gewerbetreibende erklären sich bereit, auf dem Altmarkt, dem Austragungsort, einen festen Stand über die vollen 16 Tage zu mieten. Vor zwei Jahren gab es noch 25 feste Stände, 2010 noch 19. Diesmal ist die Zahl auf 17 gesunken.
"Viele Händler haben ja ihre Geschäfte direkt im Umfeld. Deshalb wollen sie keinen Stand. Das sehen wir natürlich ein, auch wenn wir uns in Zukunft wieder eine größere Beteiligung wünschen", erklärt Rathaus-Mitarbeiterin Bärbel Kutz.


