Fabian Groß, Melanie Franke, Delia Manicke, Noemi Braunmüller, Kelly Schröter und Philipp Hofmann (von links) gehören zur Jahrgangsstufe 11 des Marienberger Gymnasiums. Sie haben die Bauarbeiten in den zurückliegenden Jahren miterlebt.
Foto: Jan Görner
Baugerüst hüllt das Gymnasium bis zum Ende der Ferien ein
Mit den Arbeiten an der Fassade hat der letzte Sanierungsabschnitt begonnen
Marienberg. Marienberg. Die Sanierung des Gymnasiums in Marienberg ist eines der größeren Projekte im Erzgebirgskreis. Begonnen wurde 2008 mit der Verbesserung des Brandschutzes. 2009 folgten das Dach und der Westflügel, ein Jahr später der Ostflügel und der Mittelteil des historischen Gebäudes. Zurzeit setzen Handwerker die Fassade instand. "Mit Beginn des neuen Schuljahres im August soll alles fertig sein", sagt Ulrich Hartenberger, Teilbetriebsleiter Hochbau und Bauunterhalt beim Liegenschaftsmanagement und Servicebetrieb des Erzgebirgskreises.
Der letzte von vier Bauabschnitten ist mit rund 350.000 Euro veranschlagt. Unter die Arbeiten fallen zum Beispiel das Ausbessern von schadhaften Stellen im Putz und der Farbanstrich. "Die neue Eingangstür wurde anhand eines alten Fotos nachgebaut", erzählt Teilbetriebsleiter Hartenberger. Dazu und auch bei der Farbe für die Fassade gab es eine Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde. Soviel sei schon verraten: Fallen die Gerüste, dann soll das Marienberger Gymnasium sein neues Aussehen in verschiedenen Ocker-Farbtönen zeigen. Rund 1,9 Millionen Euro kostet die gesamte Sanierung. Noch einmal rund 600.000 Euro kommen für neue Möbel hinzu, sodass letztlich rund 2,5 Millionen Euro zu Buche stehen werden. Zuschüsse gab es aus unterschiedlichen Förderprogrammen wie dem städtebaulichen Denkmalschutz und dem Konjunkturpaket II der Bundesregierung.
Die Sanierung im Inneren des Gebäudes bedeutete: Schüler und Lehrer mussten vorübergehend umziehen - erst in den Ostflügel und danach in den bereits sanierten Westflügel. In dieser Zeit wurde es im Haus mit dem Unterricht mitunter eng. Die Renovierung der Fassade bringt dagegen erheblich weniger Beeinträchtigungen mit sich. Als die Handwerker zu Beginn mit Pressluftwerkzeugen hantierten, wurden diese Arbeiten auf die Zeit nach dem Unterricht verlegt. Weitere Bauarbeiten, die an der Pausenhalle des Gymnasiums erfolgen, werden aus dem Kreishaushalt finanziert. "Dort ist in der Vergangenheit immer wieder einmal Wasser eingedrungen", nennt Teilbetriebsleiter Hartenberger den Grund.
Das Gebäude des Marienberger Gymnasiums wurde im Oktober 1893 seiner Bestimmung übergeben, damals als Marienberger Zentralschule. Mit dem Schuljahr 1992/93 begann der Schulbetrieb als Gymnasium, damals mit etwa 1300Schülern. Heute werden dort in den Klassenstufen 5 bis 12 um die 500 Schüler unterrichtet.


