Bauzeit für B 171 soll verkürzt werden
Ankündigung ruft Irritationen hervor
Zöblitz. Am 31. Oktober sollte doch die Bundesstraße 171 am Zöblitzer Berg wieder geöffnet werden, wundert sich ein Leser über die jüngste Berichterstattung in der "Freien Presse". Auch Bürgermeister Dietmar Georgi hat entsprechende Anfragen erhalten.
Gefordert war, die allgemeine Befahrbarkeit der Straße bis zum 1. November herzustellen, sagt Bauleiter Andreas Scholz vom Straßenbauamt Plauen, Zweigstelle Bad Schlema. Und das sei der Fall: Innerhalb eines Tages könne, wenn die Frostschicht und der Asphalt aufgebracht sind, der Verkehrsweg bei einem Wintereinbruch freigegeben werden. Das entspreche der Forderung von Verkehrsamt und Polizei: Die Bundesstraße 171, die dort derzeit grundhaft ausgebaut wird, muss in den Wintermonaten befahrbar sein, damit vor allem der Schulbus wieder diese Strecke nehmen kann und nicht die steile Straße über Sorgau, über die der lokale Verkehr rollt. Es habe aber keine Forderung gegeben, dass der Verkehr ab dem 1. November wieder über den Bahnhofsberg bei Zöblitz rollen soll.
"Wenn wir Bauwetter haben, bauen die Firmen im November noch weiter", erläutert Bauleiter Andreas Scholz. Dann könnte der erste Bauabschnitt komplett beendet werden und noch mehr: Mit dem Bau der Stützmauer sei bereits eine Aufgabe aus dem kommenden Jahr vorgezogen worden. Damit sei letztlich die Hoffnung verbunden, dass der Ausbau der Bundesstraße auf einem Kilometer Länge schneller als ursprünglich vorgesehen beendet werden kann. "Bis jetzt sind wir auf dem besten Weg", stellt der Bauleiter fest. Bisher ist das Ende für das Jahr 2013 anvisiert. Im Winter sollen zudem weitere Leistungen vorgezogen werden: So sei ein Antrag auf Fällarbeiten gestellt worden, wobei sicher nicht alle für die Arbeiten im nächsten Jahr nötigen Baumfällungen erledigt werden können, schränkt Andreas Scholz gleichzeitig ein.
Die Sperrung der Strecke, auf der noch Nebenanlagen wie etwa Rad- und Gehweg gebaut werden sollen, erfolgt in täglicher Abstimmung mit dem Hauptauftragnehmer, sagt Peter Ludwig, Referent in der Abteilung Straßenwesen und Verkehr im Landratsamt, auf Nachfrage. Er bestätigt, dass die Arbeiten am Bahnhofsberg sehr weit fortgeschritten sind.
Bürgermeister Dietmar Georgi gesteht unterdessen, dass in seiner Brust dabei zwei Herzen schlagen: Einerseits möchte er eine Öffnung so schnell wie möglich, andererseits "sind die Bauleute nicht in Verzug. Sie schaffen Vorlauf". Und Dietmar Georgi verbindet damit ebenso wie der Bauleiter die Hoffnung, dass die Gesamtbauzeit so verkürzt werden kann.
Ein Beispiel dafür, wie der Bau einer Straße und damit auch die Dauer der Umleitungen verkürzt wurde, ist die Flöhatalstraße durch Pockau. Dort gelang es den Baufirmen und der Gemeindeverwaltung mit Umstrukturierungen des Bauverlaufes, etwa fünf Monate der geplanten Bauzeit einzusparen. Das konnte laut Hauptamtsleiter Holger Stopp unter anderem durch die Zusammenlegung kleinerer Straßenstücke erreicht werden. Der letzte von vier Bauabschnitten an dieser für Pockau wichtigsten Verkehrsader war bereits im Juni dieses Jahres fertig, statt wie konzipiert gegen Ende des Jahres.
Die Bauarbeiter hatten im Herbst 2010 solange gewerkelt, bis sie im November von Frost und Schnee zur Winterpause gezwungen wurden. Die neue Fahrbahn lag zu diesem Zeitpunkt im Bereich zwischen Kirche und Bahnhofsdreieck bereits, sodass die Straße für den Verkehr und den Winterdienst wieder frei war.


