Betonwände sollen Profil erhalten
Architekt schlägt Gestaltungsvarianten für Flöha-Ufer in Olbernhau vor - Marktbrücke bleibt ein Thema
Olbernhau. Olbernhau. Die Planungen der Landestalsperrenverwaltung (LTV) für die Hochwasserschutzmaßnahmen in Olbernhau nehmen mehr und mehr Gestalt an. Schon ab 2011 könnten entlang der Flöha die Stahlbetonwände wachsen. Der Chemnitzer Architekt Dankhard Remmler ist zurzeit im Auftrag der LTV damit beschäftigt, der künftigen Beton-Dominanz links und rechts der Flöha eine gestalterische Note zu geben.
"Die Stahlbetonwände sind in erster Linie ein technisches Bauwerk, das die Anforderungen an den Hochwasserschutz erfüllen muss", erläutert Dankhard Remmler. Sein Vorschlag: In die Schalung für die Betonwände könnten Naturstein-Imitationen eingearbeitet werden. Im Stadtrat hat der Chemnitzer drei Varianten vorgestellt: für Areale, die nicht so sehr ins Auge fallen, für die Innenstadt und für die Brückenbereiche. Außerdem möchte Remmler an verschiedenen Stellen "den Kontakt zum Fluss herstellen. Das ist in Olbernhau kaum zu sehen." Ein Beispiel dafür wäre vor dem Theater Konzert- und Ballhaus Tivoli eine kleinere Sitzstufenanlage, die dort entstehen könnte.
Das mit den Planungen beschäftigte Büro Arcadis in Freiberg rechnet damit, dass die Unterlagen zur Planfeststellung Ende April, Anfang Mai bei der Landesdirektion eingereicht werden können. Olbernhaus Bürgermeister Steffen Laub war es wichtig zu erfahren, wohin der Stadtrat bei der Gestaltung der Ufermauern tendiert. Eine andere Frage dürfte dann sein, ob das finanziell auch so genehmigt wird. Zurzeit wären diese Ufermauern ein "heilloses Durcheinander".
In der Diskussion wurde deutlich: Der Stadtrat könnte mit den unterbreiteten Vorschlägen leben. Trotzdem deuten sich noch ungelöste Probleme an. Eines davon sieht Wolfgang Polster (FDP-Fraktion) im Zusammenhang mit dem Bau der Marktbrücke. Er erwartet, dass die Ufermauern dort entsprechend angelegt werden, damit die bisherige Wasserdurchflussmenge gewährleistet wird. "Die Brücke wirkt deformiert, weil die Ufermauern nach innen gerückt werden sollen", so Polster. "Die Planer müssen miteinander kommunizieren", verlangt er. Die Marktbrücke fällt in die Verantwortung des Straßenbauamtes Plauen, die Stahlbetonwände für den Hochwasserschutz jedoch in die Verantwortung der Landestalsperrenverwaltung. Mit den Rettungswegen am Flussufer wurde ein anderes Problem angesprochen. Das Planungsbüro verweist dazu auf den Zeitpunkt, wenn die Planungsunterlagen öffentlich ausliegen werden. Der Termin ist offen. Kommentar, Stichwort


