Angela Klier, Koordinatorin des lokalen Aktionsplanes für Olbernhau. Angela Klier, Koordinatorin des lokalen Aktionsplanes für Olbernhau.

Foto: Lars Rosenkranz

Bundesprogramm nimmt in Olbernhau Gestalt an

Lokaler Aktionsplan "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" wird erarbeitet

Olbernhau. Olbernhau. Die Stadt Olbernhau hat sich erfolgreich um die Teilnahme am Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenzstärken" beworben. Vereine, freie Träger und gemeinnützige Institutionen können dazu Projekte einreichen und dafür entsprechend den Förderzuschuss beantragen. "Wir sind zurzeit noch in der Entwicklungsphase, in dem ein lokaler Aktionsplan erarbeitet wird", erläutert Koordinatorin Angela Klier. "Wer jedoch bereits Projektideen hat, kann mir diese mitteilen."

Angela Klier kommt wegen der Planung jeden Donnerstag von Aue nach Olbernhau ins Rathaus. Von 9 bis 14 Uhr ist sie im Zimmer 313 gesprächsbereit. Sie sagt: "Wir brauchen viele, die uns unterstützen, um die Projekte verwirklichen zu können." Die Koordinatorin - sie hat in der Funktion von 2007 bis 2010 in der Region Aue bereits zum Umsetzen des Vorgängerprojektes "Vielfalt tut gut" gewirkt - erteilt Auskunft und beantwortet Fragen auch telefonisch (03771499455).

"Die Marschrichtung gibt der Titel des Bundesprogramms vor: Es geht um mehr Teilhabe für alle, um das bessere Miteinander der Generationen, das Fördern des zivilgesellschaftlichen Engagements und letztlich darum, die Bürgerrinnen und Bürger für mehr Mitsprache und Mitbestimmung zu motivieren", nennt Angela Klier inhaltliche Schwerpunkte. Als Beispiele führt sie unter anderem Aktionstage für die ganze Familie an, gespickt mit thematischen Jugendveranstaltungen, Lesungen und Konzerten. Auch ein Fanprojekt zu intolerantem Verhalten bei Fußballspielen hält sie für möglich.

Träger des lokalen Aktionsplanes Olbernhau ist die Stadt. In diesem Jahr können 60.000 Euro Fördergeld abgerufen werden, in den nächsten drei Jahren bis zu 270.000 Euro. Über die Einzelprojekte entscheidet ein Begleitausschuss, den es laut einem Beschluss des Stadtrates seit der Juni-Sitzung gibt. Die Umsetzung des künftigen Aktionsplanes wird im ehemaligen Sozialraum 3 erfolgen, der im Mittleren Erzgebirgskreis bestand und zu dem neben Olbernhau auch Seiffen, Deutschneudorf, Heidersdorf und Zöblitz gehörten.

Im Ausschuss sind die Kommunen Pfaffroda, Zöblitz, Seiffen und Olbernhau vertreten, dazu das Netzwerk Saluto sowie Feuerwehr, Polizei, Kirche und Wohlfahrtsverband. "Diese Besetzung garantiert, dass gute Projekte auf den Tisch kommen und Geld nicht in der Verwaltungsarbeit verschwindet", meint Olbernhaus Bürgermeister Steffen Laub (CDU). Vereine hätten oft wenig Geld, jedoch mithilfe des Bundesprogramms die Gelegenheit, entsprechende Projekte zu verwirklichen. Und: "Bestehende soziale Arbeit wird dadurch gestärkt."

Von CDU-Stadtrat Dieter Leistner kommt der Hinweis, dass der Aktionsplan für den einstigen Sozialraum 3, "kein neuer Versuch für die Bildung einer Großgemeinde" ist. Und Hauptamtsleiterin Gabriele Lorenz stellt klar: Die Stadt Olbernhau ist zwar Trägerin des Programms, erhält dafür aber kein Geld.

 
erschienen am 18.07.2011 ( Von Wilfried Saworski )
 
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