Gian und Jiri (von links) zeigen ein Bild, wie die Kindertagesstätte Niederlauterstein nach der Sanierung aussehen soll.
Foto: Jan Görner
Kindertagesstätte erhält ein neues Gesicht
Sanierung von Einrichtung in Niederlauterstein steht ab August an - Wärmeverbrauch soll sich erheblich minimieren - Kosten: 220.000 Euro
Niederlauterstein. Niederlauterstein. Mitte des nächsten Monats müssen die Kinder und Erzieherinnen der Tagesstätte "Kinderland" in Niederlauterstein ihre Spielsachen zusammenpacken und ausziehen. Allerdings handelt es sich dabei nur um einen Umzug auf Zeit. Denn ab 16. August soll das Gebäude saniert werden.
Acht bis zehn Wochen werden die Arbeiten dauern, sagt Ralf Unglaube, Geschäftsführer des Trägervereins Kinderwelt Erzgebirge. Während der Sanierung kommen Kindergarten und Krippe in der ehemaligen Schule unter. Dort nutzt der Heimatverein Räume. Die Kinder können aus nächster Nähe beobachten, was an der Einrichtung gewerkelt wird, und auch ihren Spielplatz weiter nutzen.
Die Sanierung ist notwendig, weil die Wärmedämmung an der Fassade des 1971 errichteten vorderen Hausteils große Mängel aufweist. So geht im Winter viel Energie verloren, im Sommer heizt sich das Gebäude auf. Konstruiert ist dieser Hausteil mit einem Holzständerwerk. Dieses soll verstärkt und dazwischen eine moderne Dämmung eingebaut werden. Als Fassade dienen zukünftig Planken aus Holz - auch am massiven Anbau, um den das Haus 1987 erweitert wurde. Außerdem können sich die Kinder über neue Fensterkästen freuen, die über die Fassade hinausragen und in denen sie spielen dürfen.
Darüber hinaus werden die alten Heizkörper gegen neue ausgetauscht und der zweite Rettungsweg vom Giebel an die Seite des Gebäudes verlegt. Im nahe gelegenen Heizhaus mit Ölheizung, die auch die Turnhalle mit Wärme versorgt, wird die Technik ausgetauscht. Denn mindestens die Hälfte weniger an Energie werde aufgrund der neuen Dämmung benötigt.
Insgesamt kosten die Arbeiten rund 220.000 Euro. 73.000 Euro kommen vom Bund, 104.000 Euro vom Sächsischen Kultusministerium und 18.000 Euro vom Erzgebirgskreis. Den Rest nimmt der Verein aus der Rücklage. Auch das Dach benötigt noch eine Überholung. "Wir hoffen, dafür 2011 Fördermittel zu bekommen", sagt Ralf Unglaube, der mit weiteren Kosten in Höhe von 55.000 Euro rechnet.
Aus dem alten Schindeldach soll in den Sommerferien 2011 ein Blechdach entstehen, das auch große Schneelasten aushält. Die notwendige Verstärkung am Holzgerüst des vorderen Gebäudeteils wird bereits in diesem Jahr eingebaut. Die Kindertagesstätte hat Kapazität für 25 Kinder im Alter ab eineinhalb Jahren. Derzeit sind drei Erzieherinnen in der Einrichtung tätig, knapp 20 Kinder besuchen sie.


