Landtourismus auf einem guten Weg
Entwicklungskonzept gibt Pfaffroda die Richtung vor - Gemeinderat will im Herbst neue Schwerpunkte setzen
Pfaffroda. Pfaffroda. Das Tourismus- und Entwicklungs-Konzept der Gemeinde Pfaffroda hat einer Zwischenprüfung auf seine Erfüllung hin Stand gehalten. "Die Verschönerung des Ortsbildes mit Wohnen und Arbeiten ist am weitesten fortgeschritten", schätzt Eddy Donat vom Cima-Büro in Leipzig ein. Die Beratungs- und Management GmbH entwickelte dieses Konzept, das vom Pfaffrodaer Gemeinderat Ende Mai 2007 beschlossen worden war. Es besitzt Gültigkeit für insgesamt 10 bis 15 Jahre.
Zu den Leitlinien des Tourismus- und Entwicklungskonzeptes gehört unter anderem das Ziel der Gemeinde Pfaffroda, einen sanften Landtourismus zu betreiben. Das Anlegen eines Wanderwegenetzes trägt dem Rechnung. Eddy Donat: "Die Gemeinde nutzt ihre Potenziale. Die touristische Qualität hat sich damit verbessert." Zu diesem Wegenetz war vor drei Jahren eine Broschüre mit dem Titel "Pfaffroda - Rundwanderwege im Erzgebirge" erschienen, in der zehn Routen beschrieben werden.
Positiv steht laut Einschätzung außerdem zu Buche, dass die überregionale Ausstrahlung von Pfaffroda größer geworden ist. Beispiele dafür sind zwei Teilnahmen am Sächsischen City-Wettbewerb "Ab in die Mitte", die der Kommune jeweils einen Sonderpreis einbrachten. Diese Ergebnisse wirken sich auch auf das Zusammengehörigkeitsgefühl der Einwohner in den sieben Ortsteilen aus, das stärker geworden ist. Negativ sei laut Eddy Donat unter anderem, dass der Tourismusverein in der Gemeinde nicht aktiv ist und es bisher keine Abstimmung mit Nachbarkommunen und keine Integration von touristischen Angeboten gibt.
"Die Diskussion über die Erfüllung unseres Tourismus- und Entwicklungskonzeptes hat im Gemeinderat einige wachgerüttelt", schätzt er ein. "Wir werden im Herbst darüber beraten, was wir in der nächsten Zeit vorantreiben wollen." Die Schwerpunkte dafür werden in der Zwischenbilanz des Cima-Büros genannt. Dazu zählen zum Beispiel die Entwicklung von Schloss Pfaffroda als Anlaufpunkt für Besucher, der Bau des Energiespielplatzes auf dem Gelände am Bierwiesenteich im Ergebnis des City-Wettbewerbs 2008 sowie die langfristige Planung von Top-Veranstaltungen. Eddy Donat: "Die Umsetzung des Konzeptes muss konsequent weiter verfolgt und dabei ausgewertet werden, was ist verwirklicht, was am Laufen und was ist noch nicht verwirklicht."
Die Gemeinde Pfaffroda hatte sich das Erarbeiten des Tourismus- und Entwicklungskonzeptes einst insgesamt 20.000 Euro kosten lassen. Es weist in die Zukunft unter dem Motto: "Pfaffroda mit den besten Aussichten."


