Posa Möbelsysteme GmbH Siegrid Bergelt und Thomas Ameis haben am Mittwoch das neue Bett vorgepolstert. Sie bringen hier eine Schicht Vlies über dem Schaumstoff auf

Foto: Jan Görner

Muster in knapp 500 Möbelhäusern platziert

Posa Möbelsysteme GmbH & Co. Vertriebs KG Satzung verzeichnet 2009 zehnprozentiges Umsatzplus - Dieses Jahr ist Konsolidierung angesagt

Satzung. Satzung. Polstermöbel der Posa Möbelsysteme GmbH & Co. Vertriebs KG Satzung haben im vergangenen Jahr in knapp 200 weiteren Möbelhäusern in den alten Bundesländern Einzug gehalten. Damit werden Garnituren vom Erzgebirgskamm in nunmehr etwa 500 kleineren Geschäften bundesweit verkauft. "Wir haben sehr viel Geld in die Platzierung unserer Muster gesteckt", erläutert Geschäftsführer Thomas Mehnert. In einem halben bis einem Dreivierteljahr soll sich dieser Aufwand refinanzieren.

Mit dem Rücklauf der Werbeaktion, die Thomas Mehnert als einen "massiven Kreuzzug" bezeichnet, ist das Unternehmen zufrieden. Die im Vorjahr entwickelten Eigenkreationen, mit denen vor allem jüngere Verbraucher angesprochen werden sollten, haben offenbar den Geschmack der Kunden getroffen. "Unsere Produkte werden im Westen immer besser angenommen", hat der Geschäftsführer festgestellt.

Die modischen Ansprüche seien nach wie vor regional verschieden. Während in den neuen Bundesländern mediterrane sowie braun- und beigefarbene Bezüge bevorzugt werden, dürfen es im Westen aggressive Uni-Töne wie in der derzeitigen Modefarbe lila sowie Schwarz-weiß-Muster aus den 70er Jahren sein. Ein weiterer Trend: Statt Echt- wird zunehmend Textilleder verkauft. Für Thomas Mehnert nicht verwunderlich: "Das Material ist mit dem früheren Kunstleder gar nicht mehr vergleichbar und zudem robuster."

Das nach wie vor 40 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen auf dem Erzgebirgskamm hat ein erfolgreiches Jahr 2009 hinter sich. Die höchst gelegene Polstermöbelfabrik Deutschlands hat ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent auf 2,3 Millionen Euro gesteigert - nicht zuletzt dank der derzeit drei bundesweit als Werksreisende auf Tour befindlichen Vertriebsmitarbeiter. Kurzarbeit ist kein Thema gewesen. Auch als Objekteinrichter kommt die Posa zunehmend zum Zuge, im vergangenen Jahr unter anderem für zwei Hotels in Oberwiesenthal.

Der Start ins Jahr 2010 hingegen war weniger verheißungsvoll. "In den ersten zwei Monaten hat uns ein hoher Krankenstand zu schaffen gemacht. Bis zu zehn Mitarbeiter waren gleichzeitig nicht arbeitsfähig. Das hatte einen Umsatzeinbruch von fünf bis sieben Prozent zur Folge. Dazu kam noch vielerorts zurückhaltendes Kaufverhalten während der kalten Tage." Doch das sind nicht die einzigen Sorgen des Posa-Geschäftsführers: "Die schlechte Zahlungsmoral und lange Zahlungsziele für die Mustergarnituren von 180 bis 360 Tagen haben Außenstände zwischen 300.000 und 400.000 Euro verursacht. Ich bin jedoch sicher, dass wir das hinbekommen. Dennoch: 2010 wird für uns ein Jahr der Konsolidierung."

Zur Hausmesse am kommenden Wochenende will das Unternehmen unter anderem sein neustes Projekt vorstellen, künftig auch Polsterbetten zu produzieren. "Wir haben damit schon einmal bei Möbelhäusern vorgefühlt. Wenn die Idee auch bei den Besuchern ankommt, werden wir unmittelbar nach der Messe mit der Fertigung beginnen", stellt Thomas Mehnert in Aussicht. Die Hausmesse widmet sich diesmal dem 19-jährigen Bestehen der Firma. "Weil 19 Jahre in der derzeitigen Wirtschaftskrise auch schon ein gutes Ergebnis sind", begründet der Geschäftsführer die ungewöhnliche Zahl.

Posa-Hausmesse

Samstag und Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr: Schaupolstern, Vorstellen der neuen Stoffkollektion sowie des Musterexemplars für die geplante Polsterbettenherstellung, Filme von den Anfängen des Unternehmens. Am Sonntag ab 13 Uhr Übertragung des Formel-1-Laufs aus Bahrain auf mehreren Fernsehern.

 
erschienen am 10.03.2010 ( Von Martina Brandenburg )
 
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