Schnelleres Internet in Marienberg geplant
Breitbandversorgung soll verbessert werden - Chemnitzer Firma mit Planung beauftragt - Verlegung von Leerrohren in bestimmten Ortsteilen
Marienberg. Marienberg. Die Versorgung mit Breitbandinternet in neun Marienberger Ortsteilen soll verbessert werden. Mit der Planung dafür hat der Technische Ausschuss des Marienberger Stadtrates die Tele-Kabel-Ingenieurgesellschaft mbH Chemnitz (ABI) beauftragt.
Die Firma hatte bereits im vergangenen Jahr im Auftrag des Landratsamtes in allen 249 Ortsteilen des Kreises Bedarf und Verfügbarkeit der Breitbandtechnologie untersucht und gezeigt, für welche Gebiete Förderung zu deren Ausbau fließen könnte. Bei der Analyse hatte die TKI auch herausgefunden, dass 11 der 14 Ortsteile Marienbergs hinsichtlich des Breitbandinternets unterversorgt sind. Das bedeutet: Die Geschwindigkeit der Datenübertragung liegt unter 2 Megabit pro Sekunde. Die Ortsteile gelten auch dann als unterversorgt, wenn das nur auf einzelne Gebiete in ihnen zutrifft.
In Hüttengrund, Gelobtland, Gebirge, Niederlauterstein und Lauterbach will die Stadt Leerrohre verlegen lassen. Durch diese werden später Kabel gezogen, die einen schnelleren Internetzugang ermöglichen. "In diesen Ortsteilen gibt es bereits eine entsprechende Infrastruktur. Die Zuführung der Breitbandinternets zu Verteilerpunkten wird gestärkt. Von diesen gelangt das Internet dann in die Haushalte", erklärt Uwe Hofmann, Projektleiter der TKI. Für die Leerrohre könne noch im Herbst Baubeginn sein. Für Kühnhaide, Reitzenhain, Rübenau und Satzung hingegen wird eine europaweite technologieneutrale Ausschreibung angestrebt.
Dabei können sich alle Unternehmen um den Ausbau des Breitbandinternets bewerben. Keine Technologie - ob Kupferkabel, Mobilfunk, Antennenkabel oder Sonstiges wie W-LAN - wird dabei von vornherein ausgeschlossen. Der Anbieter, der den Zuschlag erhält, habe laut Hofmann in der Regel ein Jahr Zeit, um die Technik aufzubauen. So sei frühestens 2011 mit einer Inbetriebnahme zu rechnen.
Für den Ausbau der Breitbandtechnologie in unterversorgten Gebieten hatte die Europäische Union pro Ortsteil Zuschüsse bis zu 200.000 Euro über die Förderrichtlinie Integrierte Ländliche Entwicklung (Ile) in Aussicht gestellt. Zehn Prozent der Summe müssen die Kommunen als Eigenanteil aufbringen. Die Planungsleistungen für die Marienberger Ortsteile kosten 30.000 Euro. Das Stadtgebiet Marienberg und Dörfel sind über Ile nicht förderfähig. Mittel könnten aber vom Sächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über ein anderes Programm fließen. "Der Fokus der Stadtverwaltung liegt aber momentan auf der Erschließung der schlechter versorgten ländlichen Gebiete", so Hofmann.


