Bauarbeiten für Aufzug gehen am 15. März los
Stadt vergibt nach Ausschreibung weitere Aufträge - Neunköpfige Arbeitsgruppe soll Vorschläge für Werbung und für Entgeltlösung vorlegen
Schwarzenberg. Schwarzenberg. Lange diskutiert, geplant und vorbereitet, nun aber geht es wirklich los: Am 15. März beginnen die Arbeiten für den Personen-Schrägaufzug, der künftig die Vor- und die Altstadt in Schwarzenberg miteinander verbindet. Den Baustarttermin nannte Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU), nachdem der Stadtrat in dieser Woche zwei weitere Aufträge aus dem Gesamtpaket vergeben hatte.
Die Trasse des Aufzugs setzt am Hammerweg an, führt den Schlossfelsen hinauf und mündet an dem kleinen Plateau zwischen Schloss und Kirche. Mit den Bauhauptleistungen haben die gewählten Bürgervertreter die BAS GmbH & Co. KG Scheibenberg beauftragt. Sie legte mit 367.036 Euro das wirtschaftlichste Bruttoangebot der insgesamt elf Unternehmen vor, die sich an dieser Ausschreibung beteiligt hatten. Den Stahlbau und die Verglasung führt die Firma Stahl- und Metallbau Roland Richter Marienberg für 57.372 Euro aus. Auch hier hatten sich elf Fachbetriebe beteiligt.
Das Errichten der eigentlichen Aufzugsanlage war bereits Anfang Oktober 2009 an die Inauen-Schätti AG vergeben worden. Die Schweizer Spezialisten werden für zirka 437.000 Euro die gesamte Technik - von den Schienen über die Kabine und den Antrieb bis zur Steuerung - anliefern, auf- und einbauen.
Ausgeschrieben hatte die Stadt einen Aufzug, dessen Kabine auf zwei Schienen läuft und Platz für acht Personen bietet. Er bekommt einen umlaufenden, vorgespannten Seilantrieb mit Umlenkrolle an der Bergstation. Die Talstation nimmt auch den Maschinenraum auf.
Auch in das - zumindest öffentlich - bisher nicht tiefgründig behandelte Thema Betreibung kommt Bewegung. Eigens zum Großprojekt Schrägaufzug hat sich jüngst die neunköpfige Arbeitsgruppe "Aufwärts" gegründet. Sie beschäftigt sich unter anderem mit konkreten Marketing- und Werbemaßnahmen, mit der Entgeltlösung und mit den möglichen Mehrwertaktionen bei den Händlern im Gebiet der Altstadt für die Nutzer des Aufzuges.
Beim ersten Treffen der Gruppe in der Gaststätte "Alt-Schwarzenberg" am Hammerweg, also direkt am Ort des Geschehens, sind neben den Daten zum eigentlichen Bauvorhaben die wichtigsten Fakten zum künftigen Betrieb des Schrägaufzugs besprochen worden. "Sinnvolle Betriebszeiten vereinbaren, eine akzeptable Fahrpreisregelung entwickeln und Schutz vor Vandalismus gewährleisten - das sind die Themen, die sowohl für die Anwohner als auch die Nutzer der Anlage von großer Bedeutung sind und daher schon jetzt ganz oben auf unserer Tagesordnung stehen", erklärte Stadtmanagerin Nicole Ullmann, die auch als Ansprechpartnerin des Schwarzenberger Wirtschafts- und Gewerbevereins fungiert.
In der Arbeitsgruppe wirken beispielsweise Vorstand und Mitglieder der Werbe- und Interessengemeinschaft Altstadt, Kantor Christoph Zimmermann, Vertreter aus dem Rathaus und die Stadtmanagerin mit. Das Zusammenspiel der Ideen der Geschäftsinhaber aus Vor- und Altstadt mit den Erfahrungen des Kantors im Hinblick auf Veranstaltungen in der St.-Georgen-Kirche und mit der verwaltungstechnische Sichtweise müssten eine gute Basis für tragfähige Lösungen schaffen, hofft die AG. Im Ergebnis sollen diese gemeinsam zu diskutierenden und zu formulierenden Ansätze sinnvoll in die künftige Nutzungskonzeption eingearbeitet werden.
Die Bauarbeiten werden voraussichtlich im Bereich der künftigen Bergstation zwischen Schloss und Kirche beginnen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme des Schrägaufzugs ist für August 2010 geplant. "Spätestens zur Einweihung hoffen die Mitglieder der AG, auch die letzten Zweifel an diesem Projekt zerstreut und in allen Schwarzenbergern den Stolz geweckt zu haben, in unserer Perle des Erzgebirges wieder etwas Neues und bislang regional Einmaliges geschaffen zu haben", so Ullmann. Bei Fragen zum aktuellen Arbeitsstand in der AG können Interessenten mit der Stadtmanagerin unter der Rufnummer 03774 505999 Kontakt aufnehmen.


