Hund Florian ist einer von insgesamt 24 Mädchen und Jungen der Brückenberg-Schule in Schwarzenberg, die am Donnerstag einen "Hundepass" erhalten haben. Dieser bestätigt ihnen den tollen Umgang mit Blacky, dem Pudel-Mischling von Marina Köhler (l.) vom Verein "Neue Wege", die gemeinsam mit Tiertherapeutin Silvia Neubert (r.) neue Wege geht.

Foto: Lars Rosenkranz

Blacky hat 24 neue Herrchen

Wintersaison der Tiertherapie an der Brückenberg-Schule Schwarzenberg beendet

Schwarzenberg. Schwarzenberg. Blacky ist der unangefochtene Superstar für die Mädchen und Jungen der Brückenberg-Schule in Schwarzenberg. Und seit Donnerstag hat der schwarze Pudel-Mischling offiziell 24 neue Herrchen. Denn: Die Wintersaison der speziellen Tiertherapie, die ein Teil der geistig behinderten Kinder mit dem Hund und der Therapeutin Silvia Neubert erlebt haben, ist nun beendet. Nach den Osterferien geht es wieder auf den Reiterhof nach Schwarzbach, wo die tiergestützte Therapie mit Pferden weitergeht.

Bereits seit drei Jahren setzt die Förderschule für Geistigbehinderte diese besondere Therapieform ein. "Anfangs war es die Bewegung mit Tieren. Doch jetzt konnten wir diese Therapie über die Ganztagsprojekte und mithilfe von Zuwendungen von Sponsoren auf eine neue qualitative Stufe heben", sagt Ute Gräßler, die Leiterin der Brückenberg-Schule, einer Einrichtung der Erzgebirgskreises.

"Der Kontakt zu den Tieren gibt den Kindern sehr viel. Tiere haben eine Art ,Eisbrecherfunktion', sie lösen innere Blockaden, locken Gefühle hervor und der Körper reagiert", erläutert die diplomierte Reittherapeutin Silvia Neubert aus Grünhain. Sie begleitet das Projekt, das in Kooperation mit Marina Köhler vom Verein "Neue Wege" aus Zwönitz läuft. Blacky ist eigentlich ihr Hund, aber "ein ganz besonderer", wie die zierliche 50-Jährige sagt, die gemeinsam mit ihrem Mann den Verein aufgebaut hat. Zur "Abschiedsvorstellung" am Donnerstag hat sie mit ihrem Vierbeiner sogar zwei kleine Kunststücke vorgeführt.

Jedes der 24 Kinder, die in die Therapie eingebunden sind, haben symbolisch einen Hundepass erhalten, der ihnen einen liebvollen Umgang mit Blacky bescheinigt. Wenngleich dies kein Abschied für immer ist, weil der schwarze Vierbeiner - nach der Sommersaison auf dem Pferderücken - wieder in die Schule kommt.

"Gerade bei Kindern mit autistischen Zügen oder spastischen Lähmungen sind große Fortschritte zu beobachten", berichtet die Schulleiterin. Kinder, die sich sonst ungern berühren lassen, streicheln und knuddeln den Hund. Überaus groß ist die Freude bei den neuen Hundepass-Besitzern, überaus herzlich deren Umarmungen und Küsschen zum Abschied von Blacky.

 
erschienen am 25.03.2010 ( Von Beate Kindt-Matuschek )
 
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