Uwe Kramer Uwe Kramer, Leiter der Envia-Netzregion Süd-Sachsen.

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Envia investiert Millionensummen ins Stromnetz

Führender ostdeutscher Energiedienstleister setzt 2011 zahlreiche Bauvorhaben im Westerzgebirge um

Schwarzenberg. Schwarzenberg. Auf insgesamt 18,1 Millionen Euro beziffert der Unternehmensbereich Envia Netz den Aufwand für Investitionen und Instandhaltungen, die im laufenden Jahr im Envia-Stromnetz im Erzgebirgskreis geplant sind. "Ein Großteil davon betrifft die Region Aue-Schwarzenberg und dient dazu, die Qualität der Stromversorgung weiter zu verbessern", so Uwe Kramer, Leiter der Netzregion Süd-Sachsen, in Schwarzenberg, wo Envia ein Servicecenter betreibt.

Servicecenter bleibt bestehen

Von diesem an der B 101 mitten in der Stadt liegenden zentralen Netz-Standort aus soll auch künftig ein reibungsloser Betrieb des Envia-Stromnetzes im Erzgebirgskreis sichergestellt werden, betont Kramer. Das Servicecenter bleibt von den Neuregelungen im Zusammenhang mit der Übernahme des Stromnetzes von Pöhla durch die Stadtwerke Schwarzenberg unberührt. Seit Anfang 2011 hat die Stadt auch für Pöhla einen Strom-Konzessionsvertrag mit den Stadtwerken. Da die Netzentflechtung aber ein komplizierter Prozess ist, fungiert Envia noch bis Jahresende 2011 als Eigentümer und Betreiber des Netzes in Pöhla.

Was die Envia-Bauvorhaben in der Region betrifft, gibt es in diesem Jahr zwei größere Projekte im Mittel- und Niederspannungssektor. So sollen laut Uwe Kramer im Bereich Hammerberg und Sonnenberg in Rittersgrün die Mittelspannungsfreileitungen durch Erdkabel ersetzt werden sowie die alte Trafostation einem Neubau weichen. In Grünhain wird im Bereich des Wasserpumpwerks in Richtung Kühnhaide ein neues Mittelspannungs-Erdkabel verlegt. Außerdem ersetzt man die bisherige Niederspannungs-Freileitung durch Erdkabel mit den dazugehörigen Hausanschlüssen, des Weiteren ist der Ersatzneubau von zwei Trafostationen vorgesehen.

Bauarbeiten in Umspannwerken

Im Segment Hochspannung sind ebenfalls umfangreiche Arbeiten geplant. Das betrifft unter anderem den turnusmäßigen Wechsel der Großtransformatoren im Umspannwerk Schwarzenberg. Bauleute und andere Spezialisten rücken auch in anderen Umspannwerken an. Jenes in Auerbach/Erzgebirge beispielsweise wird durch einen Neubau ersetzt, und zwar einschließlich seines Anschlusses an die dortige Hochspannungsleitung. In Crottendorf muss die Mittelspannungs-Schaltanlage ersetzt werden, und dem Werk in Zwönitz steht eine Sanierung ins Haus, was gleich mit dem Einbau einer neuen Hochspannungs-Schaltanlage verbunden ist.

Weiterer wichtiger Punkt: das Sanieren von Hochspannungsleitungen. Da hat sich Envia die von Zwönitz ausgehenden Verbindungen nach Auerbach, nach Crottendorf und nach Silberstraße sowie die Leitung von Schwarzenberg nach Erla vorgenommen. Uwe Kramer: "Das bedeutet nicht den kompletten Austausch, sondern vor allem Korrosionsschutz, Kontrolle und eventuelles Auswechseln einzelner Masten sowie Nachspannen der Leiterseile." Ein Ersatzneubau ist aber nötig: für die Leitung Pockau - Marienberg.

 
erschienen am 25.01.2011 ( Von Frank Nestler )
 
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