Mitarbeiter der Bergsicherung Schneeberg, im Bild Reinhold Unger, sind derzeit an einem sehr ungewöhnlichen Standort in Schwarzenberg dabei, einen alten Stollen zu sichern. Foto: Lars Rosenkranz
Garagenreihe "unterhöhlt"
Experten sichern alten Stollen an ungewöhnlichem Standort
Schwarzenberg. Schwarzenberg. Und wieder bricht der "Käse" auf: Mitarbeiter der Bergsicherung Schneeberg, links im Bild Reinhold Unger, sind derzeit an einem sehr ungewöhnlichen Standort in Schwarzenberg dabei, einen alten Stollen zu sichern. Zwischen den Garagenreihen am Oelpfanner Weg im Schwarzenberger Stadtteil Heide ragt nun ein kleiner hölzerner Schachteinstieg heraus. Die Männer der Bergsicherung sichern dort einen Altbergbau, der vermutlich durch Wasser-Erosion eingebrochen war. Die Arbeiten haben auch zur Folge, dass acht Garagenbesitzer ihre Fahrzeuge momentan anderswo abstellen müssen, denn der Schachtbetrieb wurde genau zwischen den Einfahrten errichtet.
In der Anlage selbst geht es 23 Meter tief hinab. Der Schacht geht auf alten Eisenerz-Bergbau zurück, wissen die Bergleute zu berichten. Und sie wissen auch, dass die Region "durchlöchert ist wie ein Käse". Es geht wohl auch noch deutlich weiter als 23 Meter hinab in die Tiefe, aber laut Unger existieren hierfür keine verlässlichen Aufzeichnungen. Der alte Stollen wird mit Beton gesichert und verplombt. (LR)

