Insolvenzverwalter sieht gute Chancen
Pflegebetrieb bei Hephatha läuft uneingeschränkt weiter
Antonshöhe/Zschorlau. Antonshöhe/Zschorlau. "Der Pflegebetrieb wird durch die Hephatha gGmbH sowohl in der stationären als auch in der ambulanten Betreuung der Mieter und Patienten uneingeschränkt fortgeführt", sagt Rechtsanwalt Oliver Junghänel, der im Auftrag von Insolvenzverwalter Markus Merbecks aus Chemnitz das Verfahren betreut.
Damit will der Insolvenzverwalter vor allem eines: Den auf Hilfe angewiesenen Menschen Sicherheit in der momentanen Situation vermitteln. Trotz vorläufiger Insolvenz würden alle vertraglich vereinbarten Leistungen auch weiterhin durch die Hephatha-Mitarbeiter in gewohnter Qualität erbracht. Und es müsse gelingen, eine weitere Auslastung zu erreichen. Grundsätzlich sieht der Insolvenzverwalter gute Chancen, in Abstimmung mit den Banken eine langfristige Lösung zu finden, die den Erhalt der Einrichtung sichert, betont Junghänel im Gespräch mit der "Freien Presse".
Zum aktuellen Stand erklärt er: "Angemeldet wurde die vorläufige Insolvenz zum 30. Juli, und wir gehen davon aus, dass das Insolvenzverfahren bis Ende September eröffnet wird." Es werde derzeit schon mit Hochdruck an einem Sanierungskonzept für das Unternehmen gearbeitet. Dazu gehöre auch, dass man bereits mit soliden Interessenten über eine künftige Betreibung verhandelt. Namen will man zum jetzigen Zeitpunkt jedoch noch nicht nennen, aber aus Sicht der Rechtsanwälte zeichne sich eine durchaus gangbare Lösung ab. Ob es im Zuge dessen zu einer Veräußerung kommt oder ob dies durch eine Art Beteiligung gesichert werden kann, auch darüber könne man derzeit noch keine genauen Aussagen treffen. "Wichtig ist uns natürlich, dass wir den Charakter der Gemeinnützigkeit für das Haus mit seinen Angeboten erhalten und somit auch künftig alle Kriterien erfüllen, um den Fördermittelgebern gerecht zu werden", erläutert Junghänel.
Derzeit beschäftigt die Hephatha gGmbH, die ihren Sitz in Zschorlau hat und im ehemaligen Kneippsanatorium Antonshöhe das Hörgeschädigtenzentrum mit einem angeschlossenen Wohn-, Pflege- sowie Schulungs- und Freizeitbereich betreibt, zirka 50 Mitarbeiter in den verschiedenen Bereichen des Unternehmens. Dazu gehört auch ein mobiler Pflegedienst in der Region. Den Mitarbeitern des Unternehmens sagt der Insolvenzverwalter momentan eine Weiterbeschäftigung zu. Sie hätten die normalen Abschlagzahlungen erhalten und würden auch weiterhin die Betreuung in allen Bereichen gewährleisten. "Es sind zurzeit auch keinerlei betriebsbedingte Kündigungen im Gespräch", beruhigt Junghänel das Personal.
Um die Arbeitsplätze im Ort sorgt sich auch Bürgermeister Ralf Fischer (CDU). "Hoffentlich gelingt es, die Einrichtung und damit auch die Arbeitsplätze zu sichern", kommentiert er die aktuellen Entwicklungen im Haus der Hephatha.


