An einer interaktiven Tafel - im Bild Sarah Schubert mit Lehrerin Diana Beyer-Täubner - lernen die Grundschüler in Schwarzenberg-Heide.
Foto: Lars Rosenkranz
Kreidezeit geht zu Ende: Neue Tafeln dienen auch als Bildschirm
Grundschule Heide ist zum Vorzeigeobjekt geworden
Schwarzenberg. Drei interaktive Tafeln gehören zu den neuesten Errungenschaften an der Grundschule Heide. Zum Schreiben und Zeichnen mit der digitalen Wundertechnik nutzen Lehrer und Schüler statt Kreide einen besonderen Stift. Zwei der hochmodernen Tafeln, die auch als Bildschirm dienen und internetfähig sind, wurden fest in Klassenzimmern installiert, eine ist mobil und kann bei Bedarf über den Flur in andere Zimmer gerollt werden.
Einige Zweitklässler, darunter Sina und Melissa, Tobias und Sarah, gehörten zu den ersten Schülern, die sich unter Anleitung von Lehrerin Diana Beyer-Täubner bei einer Präsentation an den neuen Tafeln versuchten. Die werden ab sofort in den Unterricht einbezogen. Ohne Scheu griffen die Kinder zum Stift, schrieben und malten, lösten Aufgaben in vorgefertigten Tafelbildern. Und sie strahlten, als grüne Häkchen als Zeichen für "richtig" erschienen.
"Wir haben in die jetzige Modernisierung und den Ausbau der EDV-Technik hier ungefähr 66.000 Euro investiert", erläutert Sylvia Hauber, Hauptamtsleiterin im Rathaus. "Davon stammen rund 37.000 Euro aus dem Förderprogramm Medios II. Nach gründlicher Vorarbeit hatten wir den ersten Antrag, abgeleitet aus dem Medienentwicklungsplan für die Grundschulen Heide, Sonnenleithe und die Mittelschule Stadtschule, im August 2010 gestellt."
Neu im Schulhaus Heide ist zum Beispiel die Server- und Netzwerktechnik. 18 Schüler- und zwei Lehrer-PC ersetzen nicht multimediafähige Arbeitsplatzrechner. Zwei Beamer und 16 Notebooks wurden gekauft, neue Monitore und Drucker installiert. "Die Möglichkeiten der Technik nutzen wir durch neueste Betriebssysteme und pädagogische Software", sagt André Vago, Systemadministrator der Stadtverwaltung.
Einige Lehrer waren von Anfang an begeistert, einige müssen sich nach und nach für die neue Technik erwärmen, erklärt Schulleiterin Monika Ott. "Wir sind insgesamt zehn Pädagogen, die Altersstruktur reicht von 41 bis 58 Jahre, die technischen Vorkenntnisse sind unterschiedlich. Aber die Grundschulung und weitere Einweisungen sind sehr hilfreich. Tafelbilder speichern und wieder aufrufen zu können, ist nur ein Vorteil. Sinnvoll eingesetzt im Rahmen unseres pädagogischen Konzepts, ist die neue Technik eine große Hilfe für Schüler und Lehrer. Man darf sich dabei nur nicht verzetteln."
Die derzeit 176 Schüler in den acht Klassen der Grundschule Heide haben auch künftig Bücher, Hefte, Stifte. Und auch modernste Technik ersetzt das Lernen nicht. "Wir wollen das hohe Niveau halten und verbessern, das uns die Bildungsagentur jüngst bestätigt hat", betont Ott.
Rückblick
Die Grundschule Heide wurde 2008/09 für 1,4 Millionen Euro grundlegend saniert. Dabei verlegte man den Eingang von der Rück- an die Vorderseite und baute ein zweites Treppenhaus ein. Die neu gestalteten Außenanlagen, seit Sommer 2009 fertig, haben eine große Spiel- und Bewegungsfläche.


