Noch ist Fantasie erforderlich, um sich das fertige Hallenbad vorzustellen. Doch der erreichte Baustand lässt die Betrachter zumindest schon davon träumen, welch Trubel hier künftig einmal herrschen wird.
Foto: Lars Rosenkranz
Richtkrone schwebt über künftigem Bad
15 der 31 Bauaufträge für Schulschwimmzentrum vergeben
Schwarzenberg. Schwarzenberg. Über dem künftigen Schulschwimmzentrum "Sonnenbad", für das erst am 24. März der Grundstein gelegt worden war, schwebt seit Dienstag die Richtkrone. "Gehen die Arbeiten auch beim Innenausbau weiter so voran, müsste unser Hallenbad in Sonnenleithe mit Beginn des Schuljahres 2011/12 nutzbar sein", gab Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer (CDU) einen Ausblick auf den Eröffnungstermin.
15 der 31 mit dem Vorhaben verbundenen Bauaufträge seien inzwischen vergeben, sagte Hiemer. Erst am Montagabend war im Stadtrat der nächste Zuschlag erteilt worden. Eine Firma aus Niederdorf bei Stollberg wird für 190.000 Euro die vorgehängte, hinterlüftete Fassade realisieren. Zugleich beschlossen die Bürgervertreter, die nächsten drei Lose öffentlich auszuschreiben: den Trockenbau mit einem vom Planer veranschlagten Kostenumfang von zirka 130.000 Euro, den Innenputz (rund 50.000 Euro) sowie Estrich und Fliesen (etwa 470.000 Euro).
"Was die Stadt hier bewältigt, ist ein Kraftakt", betonte Landrat Frank Vogel (CDU) angesichts der Gesamtkosten: Von den 6 Millionen Euro - für das reine Bauwerk 5,2 Millionen Euro - entfällt ein Drittel auf die Kommune. Ebenfalls je ein Drittel tragen der Bund und der Freistaat. "Aber das ist gut angelegtes Geld", bekräftigte Vogel mit dem Blick auf den intensiven Stadtumbau und auf die künftigen Bad-Nutzer, die nicht nur aus Schulen, sondern aus allen Altersbereichen kommen dürften.
Die Gäste des Richtfests - darunter Stadt- und Ortschaftsräte, Mitarbeiter der an Planung und Bau beteiligten Unternehmen, Vertreter umliegender Kommunen und Schulen sowie auch die drei Kinder, auf deren Vorschlag der Name "Sonnenbad" zurückgeht - sahen zwischen der Sachsenfelder Straße und dem Hallenbadgelände eine weitere Baustelle: den künftigen Stadtteilplatz. Nachdem es einen Lieferengpass bei den zur Verlegung vorgesehen Platten gab, sind diese nun da. Derzeit, so Ruben Gehart vom Bauamt, werde der Bauablaufplan überarbeitet.


