Die Pyramide in Schwarzenberg-Neuwelt dreht seit dem Diebstahl der vier Figuren auf der unteren Etage mit diesem Hinweisschild.
Foto: Felix Matuschek
Schwarzenberg/Scheibenberg: Täter plündern und zerstören Pyramiden
Diebe und Vandalen hinterlassen Spur der Verwüstung
Schwarzenberg/Scheibenberg. Es ist der Lichterglanz in der Adventszeit, der das Erzgebirge so unverwechselbar zum Weihnachtsland macht und tausende Touristen alljährlich ins Staunen versetzt. Bestandteil sind die großen Ortspyramiden, von denen fast jedes Dorf eine hat. Sie sind der Stolz der Einwohner und oft von einheimischen Schnitzern geschaffen. Am Freitag, dem 6. Januar und Hochneujahr, endet ihr Auftritt. Die Pyramiden werden wieder abgebaut. Die Bilanz fällt diesmal aber erschreckend aus.
So trieben seit Anfang Dezember Pyramiden-Plünderer ihr Unwesen. Begonnen hatte das Ganze in Neuwelt, wo der oder die Täter vier Figuren vom unteren Drehteller abschlugen. Dabei steht diese Pyramide unmittelbar an der viel befahrenen B101. Das Abschrauben misslang, also gingen die Diebe mit roher Gewalt vor.
In Schwarzenberg wurde eine mannshohe Holzfigur am Totenstein gestohlen und ein Winterkind von der Pyramide an der Gartenstraße abmontiert. Kurz vorm Fest der nächste Schock: Auch in Raschau verschwinden zwei Figuren von der Pyramide spurlos. Und in Scheibenberg leerten Langfinger den unteren Drehteller komplett.
Die vier geschnitzten Bergleute - zusammen mit dem Winterkind aus Schwarzenberg - fand ein Angler aus Scheibenberg wenige Tage später wieder: am Ufer des Unterbeckens in Markersbach.


