Stadt greift Betreiberverein unter die Arme
Für Besucherbergwerk Zinnkammern fließen Zuschüsse - Erweitern der Kapazität soll zu mehr Einnahmen führen
Pöhla.
Pöhla. Der Verein Besucherbergwerk Zinnkammern Pöhla kann für das Betreiben der untertägigen Veranstaltungsstätte in diesem und im kommenden Jahr mit je 8000 Euro Zuschuss von der Stadt Schwarzenberg rechnen. Dieses vom Stadtrat bewilligte Geld, erklärt Vereinsvorsitzender Frank Weißflog, fließe in den Ausgleich des zu erwartenden Defizits.
Komplett abgedeckt wird es dadurch allerdings nicht. Laut dem vom Verein vorgelegten Haushaltsplan für 2010 verursacht der Zweckbetrieb Kosten in Höhe von zirka 198.000 Euro; allein der Posten für Strom macht 35.000 Euro aus. Dem stehen geplante Einnahmen in Höhe von etwa 180.000 Euro gegenüber; es gibt also ein auszugleichendes Minus von rund 18.000 Euro.
Der Verein, der das Besucherbergwerk im ehemaligen Wismut-Schacht Pöhla übernommen und am 30. Juni 2007 wieder eröffnet hat, kann pro Jahr mehr als 10.000 Besucher zu Führungen und Veranstaltungen begrüßen. Derzeit werden Voraussetzungen geschaffen, unter anderem im sicherheitstechnischen Bereich, um die Kapazität bei den Veranstaltungen erhöhen zu können. Danach, so Gerd Rosam, der in der Stadtverwaltung das Sachgebiet Kultur und Tourismus leitet, wäre durch erhöhte Besucherzahlen ein Steigern der Einnahmen möglich.
Neben dem Zuschuss für die Betreibung haben die gewählten Bürgervertreter auch eine Finanzspritze für Investitionen im Besucherbergwerk genehmigt: 10.000 Euro für dieses Jahr. Gebraucht wird eigentlich viel mehr, etwa für Parkplätze. Immer wieder ist Geld für den Erhalt und die Reparatur bestehender Anlagen - wie etwa Elektrik, Schienen und Züge - notwendig. Zudem wird auch am Erweitern der Kapazitäten im Bergwerk selbst gearbeitet.


